Q(uintus) Voltius, O(uinti) Filius), Viator, an(norum) XVI, h(ic) s(itus) e(st): mater et pater pro pietate) posuere.
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rdki N XN Quintus Voltius Viator, des Quintus Sohn, 16 Jahre alt, liegt hier begraben.
E hr 8 1 Seine Mutter und sein Vater haben PRO- 4 Na D VA ſ inm aus Liebe(diesen Stein) gesetzt.
Z. 1 steht F zum Teil auf der Rand-
— leiste.— Die Formel hic situs est
1:15 weist auf das erste Jahrhundert n. Chr.
Vergl. Keller, Korrbl. d. W. Z. VIII, Sp. 214; abgebildet Westd. Zeitschr. VIII, Tafel 11.
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66. Bruchstück von dem Steinsarg des Vind(ius 2), gefunden im Juli 1897 bei Kanalisirung der Frühlingsstrasse in Kastel. Geschenk der Bürgermeisterei Kastel. Roter Sandstein. H. 42, Br. 75, D. 12 cm.
Da„ie römischen Steinsärge bis zu 2,25 m lang sind, so können links gegen 1,50 m tehlen. Be⸗ rücksichtigt man dies und den Umstand, dass nach Z. 4 von Ge- schwistern die Rede ist, deren Cognomina oftmals miteinander und mit denjenigen des Vaters
DIVS-DRI IIDRPFEBFTRIB CINVSFRA
1: 15. verwandt sind, so dürfte folgende Ergänzung möglich erscheinen: [DOis) Manibus) et perpet(uae) securiltati Findip..... Vin]dius(Priscianus
mil(es leg(ionis) AIAII pr(imigeniae) p(iae) f(idelis), 5(ene) f(iciarius) tri- b(uni) et Vindi Priscus et Priscinus, fraſter et fratris filli heredes facien- dum) c(uraverunt).
Den Manen und der ewigen Ruhe des Vindius... haben sein Bruder Vindius Priscianus, Soldat der zweiundzwanzigsten Legion, Bene- ficiarus(Bureaubeamter) eines Tribunen und Priscus Vindius und Priscinus Vindius, seine Neffen, als Erben(diesen Sarg) machen lassen.
Auffallend ist bei dieser zum Teil auf Mitteilungen Zangemeisters be- ruhenden Ergänzung, dass Z. 1 hinter der Buchstabengruppe TATI kein Punkt steht oder gestanden hat.— Das Gentile ist aus Z. 1 und 2 com- biniert; es ist auch sonst nicht selten.— Der Sarg stammt vermutlich aus dem dritten Jahrhundert(s. z. Nr. 53.
Vergl. Körber, Korrbl. d. W. Z. XVI, Sp. 33.
67. Steinsarg eines Registrators, gefunden im Sommer 1888 auf dem römischen Friedhof in der„Neuen Anlage“. Gelblicher Sandstein. H. 59, L. 143, T. 75, Wandstärke 15 cm. Der Sarkophag wurde als Bruchstück(links fehlt etwa die Hälfte der Inschrift) und leer gefunden. Die Mitte ist durch einen roh ein- gehauenen Palmzweig gekennzeichnet.


