38. Hälfte einer Bauurkunde der vierzehnten Legion, gefunden am 14. November 1896 in der stadtseitigen Mauer des Haupt- walles westlich vom Gauthor. Muschelkalk. H. 30, Br. 18, D. 18 em.
[Leg(io)) XIIII Die vierzehnte Legion, [lemina)] Martia) edic- die doppelte, Martische,
triæ), siegreiche; die Centurie [= Corlneli des Cornelius Capito(?). [Cap?liton(i)s.
Z. 3 ist das L zwischen E und I vielleicht nach- träglich eingehauen; Z. 4 wird der zweite Buch- stabe wohl ein dem I oft sehr ähnliches T sein; vor dem S scheint das I der Endung ausgelassen zu sein.
Der Stein stammt aus der flavischen Zeit (s. z. Nr. 30). Lesung und Ergänzung nach Zange- meister.
39. Bruchstück einer Bauurkunde der vierzehnten Legion, gefunden am 10. September 1896 im Gewölbe der am Gauthor befindlichen Poterne. Sandstein.
L(egio) XIIII Die vierzehnte Legion, = Juli die Centurie des Julius...
FFII Links scheint zweimal ein Buchstabe
8 weggefallen zu sein, unten eine ganze Zeile
LS mit dem Cognomen des Centurionen. Auch
1:7,5 dieser Stein gehört, weil die Beinamen der
Legion fehlen, wahrscheinlich der Zeit ihres
ersten Aufenthalts in Mainz(14—43) an(vergl. z. Nr. 30). Dazu stimmt
die Abkürzung L für legio, die auch auf Ziegelstempeln nicht später als 70 n. Chr. vorkommt(vergl. Wolff, Frankf. Archiv, 1893, S. 340.
40. Bauurkunde der zweiten Cohorte der vierzehnten Legion, gefunden am 10. September 1889 bei Kanalisierung der Erbacher- hofstrasse. lliscellalle H. 17, Br. 33, D. 20 cm.
—,—-o) ho(rs) II. Sn— leg(ic) XIIII gemina) Martia) r(ictrir) 8 Sie= Juli Sedati. 2b 8 e 1
Die zweite Cohorte der vierzehnten Legion, der doppelten, Martischen, sieg- reichen; die Centurie des Julius Sedatus.
Die Angabe der Cohorte scheint in
1: 7,5 den rheinischen Inschriften ohne Beispiel
1 zu sein. Z. 3 hinter dem ersten I ein
gebogener Strich: wohl ein Verschen des Steinmetzen. Der Stein gehört den Jahren 70— 90 an(s8. z. Nr. 36).
Vergl. Velke, Korrbl. d. W. Z. XIII, Sp 244.
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