29. Brunneninschrift enthaltend eine Schenkungsurkunde an Mars Leucetius, gefunden im Sommer 1852 (oder 1854?) zu Klein-Winternheim, und zwar wurde die rechte Hälfte in der Flur„im Füllkeller“ aus einer langen Mauer ausgebrochen. Zwei nebeneinander gehörende etwa 13 cm dicke Teile aus gelblichem Kalkstein, von denen der linke 62 cm hoch und 74 em breit, der rechte 108 cm(von denen 35 auf den rauh gelassenen Sockel kommen) hoch und 69 breit ist. In der litte der ersten Zeile befindet sich eine Offnung für das Brunnenrohr.
—
[Marti Lelucetio L(ucius) Julius B........... ulla fontem et itſer actumg(ue)?] [per Possess lionem suam ad tem] plum conces-] ſsit vicani] Aresaces publice plosuerunt.] Dem Mars Leucetius hat Lucius Julius B............... die Benützung der Quelle und des Weges zum Tempel, nebst
dem Rechte des Fahrens und Treibens durch seine Besitzung eingeräumt. Die Gemeindegenossen Aresaces haben von Gemeinde
wegen diesen Stein gesetzt.
Die zum Teil sichere Ergänzung ergibt, dass rechts und links zwei ungefähr ebenso grosse Platten verloren sind; oben fehlt wahrscheinlich, unten sicher keine Zeile. Z. 1 a. E. stand ein B, der Anfangsbuchstabe des Cognomens,,..... ulla C. 2 a. A.) vielleicht das Ende eines zweiten? Die Ergänzung von actum ist nur Vermutung. Z. 3 a. E. der linken Platte Reste der Buch-
58


