— 25—
(258— 268), als Gegenconsuln ernannt. Diese Vermutung hat Dessau (Prosopogr. imp. rom. s. v. Lepidus) ausgesprochen und begründet, worauf Zangemeister mich aufmerksam machte.
Vergl. Körber, Korrbl. d. W. Z. XV, Sp. 201.
21. Unterteil eines Votivaltares, errichtet von einem Marke- tender, gefunden am 14. Februar 1896 an der Wallstrasse hinter der Konservenfabrik. Gelblicher Sandstein. H. 46, Br. 28, D. 25 cm.
... voto sulsjeepto Lucius Fireius Deæter seplasiarius in legione prima adiutrice votum solvit laetus libens merito.
Seinem Gelübde entsprechend hat Lucius Vireius Dexter, Marketender in der ersten Legion, der hülfreichen(den im verlorenen Teil genannten Göttern), sein Gelübde gern und freudig nach Gebühr erfüllt.
Am Anfang werden etwa zwei Zeilen weggefallen sein; die erste erhaltene ist stark beschädigt: von den beiden V a. A. und a. E. sind nur noch schwache Spuren, von dem 0 in der Mitte die untere Run- dung sichtbar.— Das auffallende ex voto suscepto votum solvit kommt ökfter vor. Dagegen ist das Wort seplasiarius ausser- ordentlich selten; seine ursprüngliche Be-
1:7,5 deutung war„Salbenhändler“, später bezeichnet es, wie die Glossen lehren, den Marketender.— Die legio ad. stand in Mainz vom Jahre 70 bis Mitte der 80er Jahre.
Vergl. Körber, Korrbl. d. W. Z. XV, Sp. 84 und 184.
22. Bruchstück eines Votivaltares. Alter Bestand. Sand-
stein. H. 17, Br. 18, D. 10 cm. G Z. 1 VS. CI(die letzte Senkrechte vielleicht nur Teil eines Buchstabens).— Z. 2 a. A. stand E, dann C .(AEN oder G, hinter welchem ein Punkt gewesen sein kann;
. a. E. stand N.— Z. 3 a. E. ist der Punkt ungewiss; — NSIV. davor unsichere Spuren eines kleinen S; ebenso ist ALI zweifelhaft, ob das A einen— vielleicht winkeligen 8 Querstrich gehabt hat.— Z. 4 ergänzt sich leicht zu
1:10. vο Uibens) Aaetus) m(erito).
23. Oberteil eines Votivaltares. Alter Bestand. Sandstein.
— H. 23, Br. 32, D. 17 cm. Die Gestalt des Steines lässt vermuten, — dass er einem Altar angehört hat.—
Z. 1 a. A. stand ein A, a. E. ein S.— Z. 2 Reste der Buchstaben MINI, dann ein Punkt und a. E. ein V.
v. Domaszewski vermutet: — Ad(uilius) Mens(or) [nu]jmini o(otum) s(oloit) I(ibens) I(aetus) m(erito)].


