Druckschrift 
3,[1] (1897) Römische Inschriften des Mainzer Museums / zsgest. von K. Körber. Mit 100 Zinkätzungen nach Faks.-Zeichn. von Heinrich Wallau
Entstehung
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[Honori] aquilae[legionis IXIJI pr(imigeniae) p(iae) f(idelis)..... ... rus[Tquondam p(rimi) pili)] Flius) ddono)[d(edit) ob merita] leg(ionis) eiſ usdem) dedic(ata)](ante diem) V Kal(endas)[... duobus Augg.(= Augustis)] Severſo III 1:15 et Antonino co(n)s(ulibus)]J.

Der Ehre des Adlers der zwei- undzwanzigsten Legion, der erst-

5 1b LE GFEI. geworbenen, pflichttreuen und

zuverlässigen hat..... rus, Sohn VEKAX eines ehemaligen Primipilus, wegen der Verdienste derselben Legion(diesen Altar) zum Ge- schenke gemacht; geweiht am 28(oder 27 oder 25).. als die beiden Kaiser Severus und Antoninus ersterer zum dritten 1: 15 Male Consuln waren.

Die Zusammengehörigkeit beider Stücke sah Zangemeister zuerst. Es ist eine Weihinschrift ähnlich der Nr. 15 dieses Nachtrags behandelten und sie hat gleiches Schicksal gehabt wie die Nr. 16 und 17. Z. 3 Reste der drei Buchstaben R(P oder B) V S, zum Namen des Stifters, der der Sohn eines Primipilus war, gehörig. Zeile 5 zwei Füsse von Senkrechten, dann Rest eines E oder EL und eines D. Z. 6 musste auf V Kal. der abgekürzte Monatsnamen folgen, der die Lücke nicht ausfüllt, und darauf unmittelbar das Consulat. Wäre dieses ein gewöhnliches, so würde Severo an zweiter Stelle stehen, was zuletzt im Jahre 141 vor- kommt. Da aber die Inschriftsn honori aquilae, wie es scheint, erst mit Septimius Severus(193 211) beginnen und die Legion keinen Kaisernamen führt, der Stein also vor Caracalla gesetzt ist, und endlich die Buchstaben- form die des dritten Jahrhunderts ist, so wird die Lücke auszufüllen sein, wie oben geschehen. Dann gehört sie dem Jahre 202 n. Chr. an. Der Statthalter, der die Weihe vollführte, war nicht genannt. C08 wird (vielleicht in kleineren Buchstaben) in der Mitte unter den Consulnamen gestanden haben. ber die Errichtung des Altars durch den Sohn eines Primipilus vergl. z. Nr. 15 dies. Nachtr.

Ergänzung und Erklärung nach Mitteilung v. Domaszewskis.

19. Bruchstück eines Votivaltares, einem orientalischen Gotte geweiht, gefunden im Mai 1886 beim Abbruche der alten Stadt- mauer am Eisgrubenweg. Sandstein. H. 30, Br. 51, D. 83 cm. Die linke Seitenfläche ist glatt behauen, auf der rechten dagegen springt vorn und hinten je eine Leiste von 13, bezw. 10 cm Breite und 2,5 cm Ausladung vor. Wir haben also das rechte Endstück einer längeren Inschrift vor uns. In den Buch- staben Reste roter Farbe, auf den Flächen Reste eines weissen Anstriches.