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3,[1] (1897) Römische Inschriften des Mainzer Museums / zsgest. von K. Körber. Mit 100 Zinkätzungen nach Faks.-Zeichn. von Heinrich Wallau
Entstehung
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der drei ersten Buchstaben des Wortes deabus(?). Z. 3 a. A. obere Hälfte

eines C. Z. 5 a E. war vielleicht VS in kleinen Buchstaben übereinander-

stehend dem N eingeschrieben. Z. 7 sind die zwei letzten Buchstaben sehr

undeutlich. Die Suleviae gehören ebenfalls zu den gallischen Matronen

(s. z. Nr. 5) oder stehen ihnen wenigstens nahe(vergl. Zangemeister, N.

Heidelb. Jahrb. V, 52, A. 3); sie kommen in Deutschland sehr selten vor. Vergl. Körber, Korrbl. d. W. Z. XV, Sp. 5.

9. Votivaltar, dem Mithras geweiht, gefunden im September 1893 bei Vertiefung eines Weinkellers in der Altenauergasse. Roter Sandstein. H. 36, Br. 22, D. 21 cm. In den Ver- tiefungen Spuren roter Bemalung.

D(eo) i(nvicto) Mithrae). Oduintus) F(alerius?) ustinus?) vowit s]olwit ibens) Iaetus).

Dem unbesiegbaren Sonnengotte hat Quintus Valerius() Justinus(?)(diesen Altar) gelobt und (sein Gelübde) gern und freudig erfüllt.

Eine Erklärung der rätselhaften Zeilen 24 ist nur möglich unter der Annahme, dass der Steinmetz mehrfache Fehler begangen hat, die dann durch die Bemalung verdeckt und verbessert wurden. So steht Z. 2 a. A. 0 zweifellos für Q und Z. 4 a. A. fehlt wahrscheinlich ein S, während nachher LV viell. infolge missverstandener kursiver Vorlage zu IN geworden ist. Dafür, dass neben dem Prae- nomen auch Gentile und Cognomen bloss mit den Anfangsbuchstaben bezeichnet sind, findet sich in dem Mainzer Museum bereits ein Beispiel(vergl. Keller, Nachtr. I. 4a). Nicht unmöglich wäre übrigens,

1:7,5 dass der Stifter gar nicht genannt wäre, weil der Altar in seinem eignen Hause stand; dann würde 7uν vovit, soluit zu lesen sein. Vergl. Zangemeister, Korrbl. d. W. Z. XII, Sp. 226.

10. Weihinschrift, der Fortuna Salutaris gewidmet, gefunden am 22. September 1896 beim Neubau des Hauses Schuster- strasse Nr. 46. Rotbrauner Sandstein. H. 16, Br. 28(wovon jedoch rechts etwa 11 cm von der Schriftfläche abgesplittert sind), D. 28 cm. Unten und an beiden Seiten zeigen die glatt behauenen Flächen die ursprüngliche Grösse des Altars, oben könnte dagegen eine Zeile der Inschrift oder eine Skulptur abgeschlagen sein.

Deae Folrlun]jae

FEX 7 saluflari Ae?llius HP XMPV Luciſanus] tribſ(unus) pP(ro)

flilio) Nibens)

v(ovit), Plriva?] 5 WeIVG 5 ekathenihaaen 1RIB:P.FN Der Göttin For

tuna salutaris hat

der(Kriegs-) Tri- bun Aelius(?) Lucianus für

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