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3,[1] (1897) Römische Inschriften des Mainzer Museums / zsgest. von K. Körber. Mit 100 Zinkätzungen nach Faks.-Zeichn. von Heinrich Wallau
Entstehung
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seinen Sohn gern dieses Bild(?) gelobt; seine Gemahlin(?) Privatia(?) Maximina hat es herstellen lassen.

Ergänzung und Erklärung nach Mitteilung Zangemeisters. Z. 1 sind von dem F nur noch schwache Spuren vorhanden. tribunus allein für tribunus militum kommt öfter vor. Privatia schlägt Z. nur bei- spielsweise vor, besser wäre ein etwas längerer Name. Z. 5 a. E. führen bei oberflächlicher Betrachtung die Spuren auf ein V, bei genauerem Zusehen aber erscheint A zum mindesten ebenfalls möglich.

Vergl. Körber, Korrbl. d. W. Z. XVI, Sp. 35.

11. Weihinschrift mit Statuette der Fortuna, gefunden im September 1888 bei Kanalisierung der Schusterstrasse. Uber der Inschrift eine sitzende Frauen-Figur in Stola nnd Palla;

E Kopf und Hände mit den Attributen fehlen. Bild und Inschrift ist links zu einer glatten Rundung behauen, rechts nach hinten zu abgeschrägt. Höhe der Figur 35 cm; H. Br. und D. des Inschriftteiles: 37, 19 und 24 cm. D(eae)[Fojrtunae[PlJacidius[◻lurio[v(o- tum)] s(olvit)(libens) m(erito) ſi]n suo.

Der Göttin Fortuna hat Placidius(?) Curio(?) sein Gelübde erfüllt gern und freudig nach Gebühr, auf seinem Eigentum.

Z. 3 a. A. Fuss eines A.

12. Votivaltärchen, den Nymphen geweiht, gefunden im Herbste 1894 beim Bau des Hauses Bingerstrasse Nr. 17. Feiner gelblicher Kalkstein(von den Italienern Palombino genannt, derselbe Stein, aus dem die tabula Iliaca u. ä. gearbeitet ist), in den Rheingegenden bei Maastricht brechend. H. 29, Br. 18, D. 15 cm. Oben ist eine flache Schale eingehauen, an der noch deutliche Brandspuren sicht- bar sind. Die Blume unter der Inschrift soll wohl eine Wasserlilie darstellen, die für Nymphensteine typisch ist. In den Vertiefungen der Buchstaben Spuren roter Farbe.

Q(uintus) Atilius Nympis(= Nymphis) r(otum) s(olvit).

Quintus Atilius hat den Nymphen (des nahe gelegenen Münsterweihers? durch Errichtung dieses Altares) sein Ge- lübde erfüllt.

Daraus, dass der Stifter des Cog- nomens noch entbehrt, ist zu schliessen, dass die Inschrift aus der Zeit vor Kaiser Claudius(4154) stammt.

Vergl. Körber, Korrbl. d. W. Z. XIV, Sp. 81.

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