Druckschrift 
3,[1] (1897) Römische Inschriften des Mainzer Museums / zsgest. von K. Körber. Mit 100 Zinkätzungen nach Faks.-Zeichn. von Heinrich Wallau
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Deab(us) Aufan(iabus) et Tutelae loci pro salute et incol(u)mitate sua suorum- g(ue) omnium L(ucius) Maiorius Cogi-

katus b(ene)/(iciarius) co(n)s(ularis)

vot(um) sol(vit) I(aefus) T(ibens) m(e-

ETTVTEILX ELOCI PROSAILVTEEEINN COLMITATESVA

SVONWM

NIVM-LMXINIORI VSCOGITATVS.BF

Bee

co(n)s(ulibus).

Den Aufanien und der Schutzgott- heit des Ortes hat für sein und aller der Seinigen Heil und Wohlergehen

rito) Idibus Julis Gentiano et Basso

Lucius Majorius Cogitatus, Bene-

ficiarius(Bureaubeamter) des Statt- halters sein Gelübde gern und freudig

COS VOTSOLELNM nach Gebühr erfüllt. Am 15. Juli

IDIBVS-= IVLIS des Jahres(211 n. Chr.), in welchem 19 GENTIANO- 5 Gentianus und Bassus Consuln waren.

BX△SSOOCOS

Die Aufaniae, die hier deae ge-

nannt sind, gehören 2zu den gallischen

2

Der Name Aufaniae kommt auf In- schriften öfter vor, doch ist er noch nicht sicher gedeutet. Z. 4 incolmitate

5Matronen(vergl. über sie z. Nr. 5).

1710.

für incolumitate.

Vergl. Körber, Korrbl. d. W. Z. XIV, Sp. 82. 8. Votivaltar, den Sulevien geweiht, gefunden anfangs der

◻☛

ß

6*

neunziger Jahre beim Roden der sog. Wackenäcker in der Gemeinde Büdesheim bei Bingen. Geschenk des Herrn Wein- händlers Jul. Woog. Kalkstein. H. 71, Br. 24, D. 19 cm. Auf dem Altar ist eine flache Schale zwischen zwei Wulsten eingehauen.

Sulev(i)s deaſbus] C(aius) Hostilius Saturninus et Hostilia Alpina fratres.

Den Sulevien(haben) die Geschwister Gajus Hostilius Saturninus und Hostilia Alpina(diesen Altar errichtet).

Der Stein war bei der Auffindung in zwei Stücke zerbrochen und wurde dann von un- geschickten Händen mit Cement zusammen- gesetzt, wobei man die zweite Zeile der Inschrift fast völlig zustrich. Dieser Ueberzug konnte auf dem Kalkstein nur z. T. mit verdünnter Salzsäure entfernt werden. Auch sonst ist die Inschrift schwer lesbar, da sie sehr flach und nachlässig eingehauen ist und mehrere Jahre lang allen Unbilden der Witterung ausgesetzt war. Z. 1 a. E. ist von 8 nur der obere Teil schwach erkennbar; ob ein I davorgestanden, ist zweifelhaft; jedenfalls müsste es erst nach- träglich in den engen Raum zwischen V und S eingehauen sein. Z. 2 a. A. unsichere Reste