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5. Oberteil eines Votivaltars, den Ollogabien geweiht, gefunden . am 17. Juli 1896 bei der Kanali- sierung der grossen Kirchgasse in Kastel. Geschenk der dortigen Bürgermeisterei. Gelbl. Kalk- stein. H. 42, Br. 40, D. 32 cm. Der Sims ist mit einem Perlstab, von den beiden Seitenflächen die eine mit zwei Schöpflöffeln(sim- pula), welche auf einem anderen Gegenstand zu stehen scheinen, die andere mit einer Kanne in flachem Relief verziert.
Ollogabiabus Anuva Messo...
8 Den Ollogabien(hat) Anuva, Messos
2(? Tochter oder Frau diesen Altar gestiftet.)
Die Ollogabiae gehörte zweifellos zu
den gallischen„Matronen“. Diese werden in der Dreizahl als segen-
bringende Göttinnen— ausser in keltischen Landen, wie es scheint, be- sonders am Niederrhein— verehrt.
Bei ihren Namen ist die Dativ- Endung abus sehr gebräuchlich, viel- leicht in Anlehnung an das Keltische. (Uber die Matronen vergl. Ihm, Bonner Jahrb., Heft 83.)
Vergl. Körber, Korrbl. d. W. Z. XV, Sp. 200.
6. Bruchstück von einer den Ollogabien geweihten Votivplatte. Wie die teilweise erhaltene Umrahmung zeigt, ist es die linke obere Ecke. Alter Bestand. H. 29, Br. 26, D. 7 em.
Olloglabiabus] C. Mam... et Arr...[quon]dam... Z. 5 Neste eines M.
Über die Ollogabiae s. Z. Nr. 5.
Vergl. Körber, Korrbl. d. W. Z. XV, Sp. 201.
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7. Votivaltar, den Aufanien geweiht, gefunden am 18. April 1895 beim Neubau des Hauses Petersstr. Nr. 8. Sandstein. H. 75, Br. 44, D. 24 cm. Die Verzierung der Opferplatte kommt mit geringer Abänderung an einer ganzen Reihe von Altären unseres Museums vor(vergl. z. Nr. 2).


