— 10—
dieses Nachtrags) sind datiert: sie stammen alle aus den Jahren 198—211. Diesen Jahren wird also auch unser Stein ungefähr angehören und unter den Z. 1 genannten Augusti(die Mehrzahl ist durch numinibus gesichert) wird man also an Septimius Severus und seine Söhne denken müssen.
Vergl. Zangemeister, Westd. Zeitschr. XI, 292 und Korrbl. d. W. Z. XVI, Sp. 112.
3. Weihinschrift an den Juppiter und die Juno, gefunden im Dezember 1889 bei Kanalisierung des Dampfmühlengässchens (an der Augustinerstrasse). Sandstein. H. 30, Durchm. 26 cm.
Oben ist der Stein abgebrochen, ( unten mit einem Zapfenloch ver- — sehen.
ſ 4 1 M 4 Novi) oſptimo) mſaximo) et Jun oni)
reg(inae). J. IV NE EC Juppiter, dem Besten und Höchsten, und der Königin Juno.
Der runde Aufsatz stand wahrschein- lich auf einem Viergötter-Postamente und trug eine sogen. Gigantensäule.
Vergl. Haug, Westd. Zeitschr. X, S. 60, A. 8.
1:7,5.
4. Bruchstück von einer Weihinschrift an(Juppiter und 2) Juno, gefunden im April 1888 in einem Pfeiler der römischen Rhein- brücke. Sandstein. H. 33, Br. 40, Durchm. 20 cm.
[Movi) oſptimo) m(amimo) et Jun Joni reglinae in honorem dom jus divinſae]...
Juppiter, dem Besten und Grössten, und der Königin Juno zur Ehre des erlauchteu(Kaiser-) Hauses....
Z. 1 a. E. Bogen eines Coder G.— Die Formel in honorem domus divinae ist von dem Jahre 170 an üblich(zuerst auf dem frühesten Viergötter Sockel nachweisbar, der in Kastel gefunden und im Wiesbadener Museum aufbewahrt ist(vergl. Zangemeister, N. Heidelb. Jahrb. V, 60.— Z. 3 Reste zweier Senkrechten und eines N.— Dass die Platte auch dem Juppiter geweiht war, ist nur Vermutung.
Vergl. Keller, Nachtrag I, 132 a.


