26 II. Code Civil. I. B. 4. T. Von den Abweſenden. Art. 138 — 143.
Art. 138. — PTant que l'absent ne se représentera pas, ou que les actions ne seront point exercées de son chef, ceux qui auront recueilli la succession, gag- neront les fruits par eux pergus de bonne foi.
Section III.
Des effets de l'absence, relativement au mariage.
Art. 139. — L'epoux absent dont le conjoint a contracté une nouvelle union, sera seul recevable à attaquer ce ma- riage par lui-méme, ou par son fondé de pouvoir muni de la preuve de son existence.
Art. 140. — Si l'époux absent n'a point laissé de parens habiles à lui succéder, l'autre époux pourra demander l'envoi en possession provisoire des biens.
Chapitre IV.
De la surveillance des enfans mineurs du père qui a disparu.
Art. 141. — Si le père a disparu laissant des enfans mineurs issus d'un commun mariage, la mère en aura la surveillance, et elle exercera tous les droits du mari, quant à leur éducation et à l'administration de leurs biens.
Art. 142. — Six mois après la disparition du pöre, si la meère était décédée lors de cette disparition, ou si elle vient à décéder avant que labsence du pöère ait été déclarée, la surveillance des enfans sera déférée, par le conseil de famille, aux ascendans les plus proches, et, à leur défaut, à un tuteur provisoire.
Art. 143. — 1 en sera de meme dans le cas od l'un des époux, qui aura disparu, laissera des enfans mineurs issus d'un mariage précédent.
Art. 138. — So lange der Abweſende ſich nicht einfindet, oder keine Klagen in ſeinem Namen angeſtellt werden, ſollen die⸗ jenigen, welche die Erbſchaft in Empfang ge⸗ nommen haben, die in gutem Glauben ge⸗ zogenen Nutzungen erwerben.
Dritter Abſchnitt. Von den Wirkungen der Abweſenheit in Hinſicht auf die Ehe.
Art. 139. — Hat der Ehegatte eines Ab⸗ weſenden eine neue eheliche Verbindung ge⸗ ſchloſſen, ſo iſt es nur dem Abweſenden ge⸗ ſtattet, dieſe Ehe entweder in Perſon oder durch einen Bevollmächtigten, welcher mit dem Beweiſe der Exiſtenz des Abweſenden verſehen iſt, anzufechten.
Art. 140. — Hat der abweſende Ehegatte keine erbfähigen Verwandten zurückgelaſſen, ſo kann der andere Ehegatte die Einweiſung in den vorläufigen Beſitz ſeines Vermögens verlangen.
Viertes Kapitel.
Von der Aufſicht über minderjährige Kinder, deren Vater verſchwunden iſt.
Art. 141. — Die Mutter hat, wenn der Vater bei ſeinem Verſchwinden minderjährige Kinder aus der gemeinſchaftlichen Ehe zurückließ, über dieſelben die Aufſicht. Sie übt alle Rechte des Mannes, ſowohl in Rückſicht ihrer Erziehung als der Verwaltung ihres Vermögens, aus.
Art. 142. — War die Mutter zu der Zeit, wo der Vater verſchwand, ſchon todt, oder iſt ſie noch vor der Abweſenheits⸗Erklärung verſtorben, ſo wird nach ſechs Monaten ſeit dem Verſchwinden des Vaters die Aufſicht über die Kinder den nächſten Verwandten in aufſteigender Linie oder, in deren Ermangelung, einem einſtweiligen Vormunde von dem Familienrathe über⸗ tragen.
Art. 143. — Ebenſo ſoll es in dem Falle ge⸗ halten werden, wenn einer der Ehegatten, welcher ver⸗ ſchwunden iſt, minderjährige Kinder aus einer vorher⸗ gehenden Ehe zurückläßt.
— Art. 138. Ofr. Art. 549. Der Art. 138 iſt der einzige des Geſetzbuches, der von der hereditatis petitio handelt, und mit Recht entnimmt man ihm m. E. das Princip, daß der Erbſchaftbeſitzer die in gutem Glauben gezogenen Früchte behält. Cfr. Art. 550, 2268.
— Art. 139. Vgl. Art. 184, 190, 147 C. C.; Reichsgeſetz betr. die Beurkundung des Perſonenſtandes vom 6. Febr. 1875 (XII) § 34, CPO. §8 568 — 592; die ad Art. 115 citirten Geſetze von 1828 § 6; von 1868 § 8; von 1872 8 8.
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— Art. 141. Ob im Fall des Art. 141 die Vorausſetzung des § 11 der Pr. Vor⸗
mundſchaftsordnung vom 5. Juli 1875 (XVI) gegeben iſt, mag zweifelhaft erſcheinen, jedenfalls aber läßt ſich ein vernünftiger Grund dafür, daß die Minderjährigen, die während der Abweſenheitsvormundſchaft des Vaters nach § 11 1. c. jedenfalls unter Vormundſchaft ſtehen, nach dem Aufhören dieſer Vormundſchaft gemäß § 61 1. c. keinen vormundſchaft⸗ lichen Schutz genießen ſollen, wohl kaum auffinden. Es wird demnach m. E. unter Be⸗ rückſichtigung der Mutter nach § 21 der Vormundſchaftsordnung eine Vormundſchaft ein⸗ zuleiten ſein, während welcher jedenfalls der Mutter nach § 28 l. c. die Erziehung zuſteht. Art. 142. Siehe Bemerkungen ad Art. 141 und Vormundſchaftsordnung (XVI) §8 14, 17.
— Art. 143. Cfr. Bemerkungen zu Art. 141, 142, Vorm.⸗O. (XVI) § 95 Abſ. 2.
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