36 B. z0r T. Von der Verjaͤhrung. 1121
wider das Recht des Eigenthuͤmers erhobenen Widerſpruch eine Veraͤnderung erlitten hat.
2239. Wem ein Pachter, Depoſitar oder Andrer, der bloß bittweiſe beſitzt, die Sache auf eine Art, durch wel⸗ che das Eigenthum uͤbertragen wird(titulo ad transferen- dum dominium habili), uͤberlaſſen hat, der kann ſie durch Verjaͤhrung erwerben.(Art. 2232. 2236.)
2240. Seinem Beſitztitel zuwider kann man in ſo fern keine Verjaͤhrung erlangen, als man die Urſache und den Grund ſeines Beſitzes nicht ſelbſt abaͤndern kann.(*)
2241. Seinem Beſitztitel zuwider kann man in ſo fern verjaͤhren, daß man die Befteyung von der eingegan⸗ genen Verbindlichkeit durch Verjaͤhrung erlangt.
Viertes Kapitel. Von den urſachen, welche den Lauf der Verjährung unter⸗ brechen oder hemmen.
Erſter Abſchnitt.
Von den urſachen, welche den Lauf der Verjaͤhrung unter⸗ brechen.
2242. Die Verjährung kann entweder auf eine natuͤr⸗ liche, oder civilrechtliche Art unterbrochen werden.
2243. Eine natuͤrliche Unterbrechung tritt dann ein, wenn dem Beſitzer der Genuß der Sache, durch den bis⸗ herigen Eigenthuͤmer, oder durch den dritten, auf laͤnger, als Ein Jahr, entzogen iſt.(2)
(1) L.3. H. 19. D. de adq. vel amitt. poss. 1. 19. H. x. D. eod. rit. 1. 33. H. 1. D. cod. tit. 1. 33. H. 1. D. de vsurp. et vouc.
1. 3. H. 1. D. pro herede vel pro possessore. 1. 5. C. de adq.,
vel retin. poss.
(2) L. 6. D. de vsurp, et vsuc. 1, 7.§. 6. C. de praescr. 30, vel 40. ann.


