Teil eines Werkes 
[2] (1808)
Entstehung
Seite
1119
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36 B. 20r T. Von der Verjaͤhrung. 1119

lungen einen Beſit zu begruͤnden, welcher faͤhig waͤre, die Verjahrung zu bewirken.

Der zur Verjährung wirkſame Beſitz beginnt erſt dann, wann die Gewaltthaͤtigkeit aufgehoͤrt hat.(¹)

2234. Wer dermalen beſitzt, der hat, wenn er beweiſt, er habe auch vor Alters beſeſſen, die Vermuthung fuͤr ſich, daß er auch in der Zwiſchenzeit im Beſitz geweſen ſey, bis das Gegentheil erwieſen iſt.

2235. Zur Ergaͤnzung der Verjaͤhrung kann man ſei⸗ nen Beſitz an den Beſitz desjenigen anknuͤpfen, in deſſen Rechte man getreten iſt(auetoris); man mag nun unter einem allgemeinen oder beſondern, unentgeltlichen oder läſtigen Rechtstitel an deſſen Stelle gelangt ſeyn.(2)

Drittes Kapitel. Von den urſachen, welche die Verzaͤhrung verhindern.

2236. Wer fuͤr einen Andern beſitzt, erlangt nie die Verjaͤhrung, ſo lange auch immer ſein Beſitz dauere. Alſo kann der Abmiether oder Pachter, der Depoſitar, der uſufructuar und jeder Andere, der fremdes Eigenthum bittweiſe beſitzt, keine Verjaͤhrung fuͤr ſich anfuͤhren.(7)

2237. Eben ſo wenig koͤnnen die Erben desjenigen, welcher den Beſitz der Sache unter einem im vorſtehenden Artikel erwaͤhnten Titel hatte, die Verjaͤhrung erlan⸗ gen.(4)

223g. Allein, die im 2236ſten und 2237ſten Artikel erwaͤhnten Perſonen koͤnnen zur Verjährung gelangen, wenn ihr Beſitztitel entweder aus einer von der drittten Perſon herruͤhrenden Urſache, oder durch einen von ihnen

(3) L. 1. C. communia de vsuc. Arrétés de Lamoignon, tit. 29. art. g.

(4) L. 13. H. 1. D. de adq. vel amitt. Poss.