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3s B. 20r T. Von der Verjaͤhrung. 1117
2227. Der Staat, oͤffentliche Anſtalten und Gemein⸗ heiten ſind denſelben Verjährungen unterworfen, wie Pri⸗ vatperſonen, und koͤnnen dieſelben Kgleichfalls worſchuͤ⸗ tzen.(¹)
Zweytes Kapitel. Vom
g. Der Beſitz iſt das Innehaben(detentio), oder der Genuß einer Sache, welche wir ſelbſt in unſrer Ge⸗ walt haben, oder eines Rechts, welches wir ſelbſt ausuͤben, oder durch einen Andern bewahren und ausuͤben laſſen.(²)
2229. Zur Verjährung gehoͤrt ein fortdauernder, un⸗ unterbrochener, ruhiger, oͤffentlicher, unzweydeutiger und unter dem Rechtstitel des Eigenthums(Art. 2236.) behaup⸗ teter Beſitz.(²)
2230. Es wird ſtets angenommen, man beſitze fuͤr ſich; es wird ſtets vorausgeſetzt, man beſitze unter dem Rechtstitel des Eigenthums, ſoweit nicht erwieſen iſt, man habe den Beſitz in fremdem Namen angetreten.
2231. Hat man den Beſitz Statt eines Andern an⸗ getreten: ſo hat man, dafern nicht das Gegentheil darge⸗ than iſt, ſtets die Vermuthung wider ſich, man beſitze unter eben dieſem Titel.(4)
2232. Wenn Jemand etwas thut, was ſeiner freyen Willkuͤhr uͤberlaſſen iſt Getus merae facultatis), und etwas aus Gefalligkeit erlaubt: ſo kann dieß weder Beſitz, noch Verjaͤhrung begruͤnden.(*)
2233. Eben ſo wenig vermoͤgen gewaltthaͤtige Hand⸗
(3) L. 7. C. de adq. vel retin. Poss. 1. 6. in pr. de adq. vel amitt. poss. 1. 4. H. 22 et 23. D. de vsurp. et vsuc.— Blois, ch. 18. art. 216.
(4) L. 3.§. 19. D. de adq. vel amitt. pors⸗ (5) L. 4. D. de adq. vel amitt. Poss.


