Teil eines Werkes 
[2] (1808)
Entstehung
Seite
367
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3s B. 1r T. Von der Erbfolge. 367

Viertes Kapitel. PVon der Frregularerbfolge.

Erſter Abſchnitt. Von den Rechten natuͤrlicher Kinder auf das Vermoͤgen ihrer Aeltern, und von der Erbfolge in den Nachlaß natuͤrlicher⸗ ohne Deſcendenten verſtorbener Kinder.

756. Natuͤrliche Kinder ſind nicht Erben; die Geſetze ertheilen ihnen nur dann ein Recht auf den Nachlaß ihrer verſtorbenen Aeltern, wenn ſie geſetzlich anerkannt ſind. (Art. 334. 723.) Eben ſo wenig geben ſie ihnen ein Recht auf den Nachlaß väterlicher oder muͤtterlicher Verwand⸗ ten.(1)

737. Das Recht eines naturlicheu Kindes auf den Nachlaß ſeiner verſtorbenen Aeltern iſt auf folgende Art beſtimmt:

Wenn der Vater oder die Mutter rechtmaͤßige Deſcen⸗ denten hinterlaſſen haben: ſo betrifſt dies Recht den drit⸗ ten Theil der Erbportion, die das natuͤrliche Kind erhalten haben wuͤrde, wenn es ehelich geboren waͤre. Es betrifft die Hälfte, wenn die Aeltern keine Deſcendenten, aber doch Aſcendenten oder Geſchwiſter hinterlaſſen; es betrifft drey Viertel, wenn die Aeltern weder Deſcendenten, noch Aſcendenten, noch Geſchwiſter hinterlaſſen.

738. Hinterlaſſen Vater oder Mutter keine erbfaͤhigen Verwandten: ſo kommt dem unehelichen Kinde der ganze Nachlaß zu.(*)

zu. Vid. Nov. 39. c. 12. Can. quid est 1. quaest. 7. caus. 353 Rebuffus in proem. consti. regiar. sloss. 5. num- 68, 69, 70 et71 et in tractatu de litt. naturalit. gloss. I. n. 6. Bugnon, de leg. abrog. lib. 1. c. 28. Baquet, droit de bätar- dise, part. 1. ch. 2. n. 6 et 11. ch. g. n. 3 et 4.

(2) L. 1. H. e. D. ad 8C. Tertull. er Orphitianum-