Teil eines Werkes 
[2] (1808)
Entstehung
Seite
365
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36 B rr T. Von der Erbfolge. 365

ſind, in gleiche Theile; ſind ſie aus verſchiedenen Ehen: ſo erhaͤlt von beyden Linien des Verſtorbenen, die vaͤterliche und die mutterliche, jede die Haͤlfte; die vollbuͤrtigen Ge⸗ ſchwiſter erhalten ihre Antheile bey beyden Linien; die ent⸗ weder nur von Eiher Mutter(uterini) oder nur von Ei⸗ nem Vater(consangninei) herſtammenden Geſchwiſter aber gelangen nur in Einer Linie, jedes in der ſeinigen, zur Theilung. Sind nur Geſchwiſter von einer Seite vorhan⸗ den: ſo erhalten dieſe die ganze Erbſchaft, mit Ausſchlie⸗ ßung aller uͤbrigen Verwandten der andern Linie.(*)

753. Wenn keine Geſchwiſter oder Deſcendenten, und in einer oder der andern Linie keine Aſcendenten am Leben ſind: ſo fallt die Erbſchaft zur Haͤlfte auf die uͤberlebenden Aſcendenten, und zur andern Haͤlfte auf die naͤchſten Ver⸗ wandten der andern Linie.

Treffen mehrere Seitenverwandte gleiches Grades zuſammen: ſo theilen ſie nach Köpfen(in oapita).(2)

754. In dem im vorſtehenden Artikel beſtimmten Falle hat das Ueberlebende von beyden Aeltern den Nieß⸗ brauch an einem Drittel der Guͤter, deren Eigenthum es nicht erbt.(3)

755. Weiter, als im zwölften Grad, verwandte Per⸗ ſonen erben nicht.(Art. 733. 767.)

Wenn es in einer von beyden Linien an Verwandten von einem erbfaͤhigen Grade gebricht: ſo erben die Ver⸗ wandten der andern Linie das Ganze.(4)

0) Geſetz vom 17 Niv. Jahr 2. Art 89.

() Nov. 118. C. 3. Auth. Post. fratres fratrumve. C. de leg. haer.

(5) Paris, art. 314. Orléans, art. 316. (4) H. 5. Inst. de succ. coknat.