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findet. Hat Jemand einen Schatz auf fremdem Grund und Boden gefunden: ſo gehoͤrt die Haͤlfte davon dem Fin⸗ der, die Hälfte dem Grundeigenthuͤmer.(Art. 508.)
Ein Schatz iſt jede verborgene oder vergrabene Sache*), an welcher Niemand ſein Eigenthum darthun kann, und die durch bloßen Zufall entdeckt wird.(1)**)
717. Das Recht auf ins Meer geworfene oder vom Meere ausgeworfene Gegenſtaͤnde(das Strandrecht), von welcher Art ſie auch ſeyn moͤgen; ſo wie das Recht auf die am Meeresſtrande wachſenden Pflanzen und Kraͤuter, wird gleichfalls durch beſondere geſetzliche Verfuͤgungen beſtimmt.
Gleicher Fall iſt dieß in Anſehung verlorner Gegen⸗ ſtaͤnde, zu denen ſich kein Eigenthuͤmer meldet.(2)
Erſter Titel. Von der Erbfolge
(Decretirt am 19. April 1803 promulgirt am 29. deſſeiben Monats.)
Erſtes Kapitel. Von Etoͤffnung der Erbſolge und der Beſitznahme der Erben.
718. Die Erbfolge wird entweder durch den natuͤrli⸗ chen oder durch den buͤrgerlichen Tod eroffnet.(3)
710. Durch den buͤrgerlichen Tod wird die Erbfolge von dem Angenblicke an eroͤffnet, da dieſer Tod, vermoͤge des 2ten Abſchnittes des 2ten Kapitels des Titels: Vom
(3) Lebrun, traité de e liv. 1. ch. 1. sect. 1. n. 1.
) Von nicht ganz unerheblichem Werthe. E.
46) Alſo iſt nach Franzoſiſchen Rechten ein durch Schatzgraͤ⸗ ber geſundener Schaß im rechtlichen Sinne kein Schatz. E.


