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Erster Band (1810)
Entstehung
Seite
19
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Von dem Zuſtande des Fr. Rechts vor dem C N. 19

torum quaſi delium diverſas adinventiones. Cum privilegĩo. Pariſiis apud Jacobum Bogardum ſub inſigni D. Chriſtopbori e regione gymnaſii Camera- cenium. 1548. 12. Sie ſchließt mit Seite 448. Auch in Georgiſch Corp. Jur Germau. ſindet man die wichtigſten. Vergl. Röſſig Geſchichte des deutſchen Prtvat R. 11 Aöſchn. Il. Pertode. Cap. 16. III. Abſchn. 1IHI. Pertote Cap. T. Andere Ausaaben ſind: Karoli M. et Ludovici Pii Capitula ſive ieges ab Anſegiſo Abbate et Benedicto Levita coliedae Lib. VII. Pariſ. 1588. 1603. 8. Karoli Calvi et Succeſſorum aſiquot Frauciae regum Capitula. Jacok. Sn- onpus coliegit, et notis illuſtravit. Pariſ. 1623. 8.

2) Eichhorn F. 151. Vergl. Spittier Geſchichte des Canon. Nechts§. 22. 33 35. Planck Geſchichte der chriſtl. Geſellſchaftsverf. B. II. S. 106. vor⸗ zualich BoRHMpR D. de decretorum pontific. Rom. collectionibus vor f. Corp. jur. canon. T. II. p. 8. Der Liber fextus, und andere Stellen des Canon. erhtelten nicht Geſetzeskraft. S. LIMNABt notitia regni Franciae.

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IV. Franzöſiſcher Zeitraun.

§. 19. Zuſtand des Reichs im Anfange deſſelben. 1)

Die letzten Zeiten der Carolingiſchen, und die erſten der Capetingiſchen Dynaſtie begraͤnzen die Periode, in der ſich eine neue Schopfung, durch das Emporko⸗nmen eines freyen Buͤrgerſtandes und einer ſtaͤdtiſchen⸗ und Zunft⸗Verfaſſung, hervorhebt. Anarchie und feindliche Einfaͤlle batten jede Geſetzgebung verdrängt; die immer weiter um ſich greifenden Anmaaßungen des Lehnſyſtems hatten die koͤnigliche Macht zernichtet, ſo daß ſie nur auf das Herzogthum von Frankreich, welches die Stadt Paris nebſt einigen dreyßig Herrſchaften begriff, eingeſchraͤnkt; die Kron⸗ vaſallen hingegen unbeſchraͤnkte Herren uͤber den Reſt des Reichs waren.

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Durch die Theilung des Reichs unter Karl dem Großen waren zahlloſe

Buͤrgerkriege entſtanden; jedes Land, jede Provinz, jeder Vaſall hatte fich zu iſoliren geſucht, und mit wilder Macht alle Rechte, die nur dem Koͤnige zukamen, an ſich geriſſen, nach Willkuͤhr die Unterthanen bedruͤckt, beſteuert, und Rechtspflege geuͤbt. Aber mit der Regierung des heiligen Ludwigs kehrte allmählig eine beſſere Ordnung zuruͤck. Schon Philipp der Eroberer und ſeine Vorgänger hatten durch allmaͤhlige Schwaͤchung der Kronbeamten die konigliche Gewalt von den wichtigſten Beſchraͤnkun⸗ gen befreyt, durch Befoͤrderung der Entſtehung des dritten Standes,

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