Teil eines Werkes 
Erster Band (1810)
Entstehung
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Puͤtzlichkeit des Studiums des Franzöſiſchen Rechts.

W⸗ uͤberbaupt jeder Verſuch, den rechtlichen Zuſtand der Men⸗ ſchen im Staate gegen einander zu beſtimmen, als ein erfreuliches Zeichen einer verheißenen friedlichen Ruhe zu betrachten iſt, ſo wuͤrde ein Geſetzbuch, welches den Nahmen des groͤßten Mannes dieſes Jahr⸗ bunderts an der Spibe trägt, ſolite uns auch kein anderer Umſtand zum Studium deſſelben anreitzen, doch immer einer genaueren Unterſuchung nicht unwuͤrdig; ja dieſelbe in einer ſo ideenſchwangern, erhabenen Zeit, wie die gegenwaͤrtige, vielmehr hochſt nothwendig ſcheinen; da es der erſte freundliche Stern war, welcher uͤber dem ungluͤcklichen Frankreich aufgieng, nach einer langen ſchreckenvollen Nacht; der erſte Bote einer frohen Zukunft. Empfangen in den Stuͤrmen der Revolution, und den Gräueln der Anarchie, gepruͤft und bewährt durch eine theuer erkaufte Erfahrung, enthält es die neueſten Reſultate einer Wiſſenſchaft, die Frankreich ſpaͤt, Teutſchland fruͤher, aber ungluͤcklicher bearbeitete, der Geſetzgebung; und die um ſo mehr beruͤckſichtigt zu werden verdienen, als man durch den Code Napoleon den immerwäbrenden Kampf zwiſchen Theorie und Praxis endlich beſeitigt erwarten durfte, da er, obgleich motivirt durch die pbiloſophiſchen Maximen, die durch die Revolution in Umlauf gebracht wurden, nur von Geſchäftsmaͤnnern entworfen iſt, die dieſen Widerſpruch möglichſt zu vermeiden geſucht baben ¹). Schon in dieſer Ruckſicht iſt daher dieſes Geſetzbuch aͤußerſt wichtig, und ein erfreulicher Beytrag zur Philoſophie des poſitiven Rechts; denn es ent⸗ baͤlt einen Schatz der folgenreichſten Reſultate von Ideen, welche die pangenberg Commentar Bd. I. A groͤßten