Teil eines Werkes 
Erster Band (1810)
Entstehung
Seite
13
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Von dem Zuſtande des Fr. Rechts vor dem C. N. 13

Rechte dieſer Periode. 1)

Aus dieſer Darſtellung folgt, daß, beſonders nachdem allen Be⸗ wohnern des großen Römiſchen Reichs(Empire romain, wie jetzt Empire francais) das Römiſche Buͤrgerrecht ertheilt war, dieſelben Rechte in Gallien galten, deren Genuſſes ſich die Römer erfreueten; vielleicht unter einzelnen Modificationen, welche uns jetzt unbekannt ſind. Denn auch die Roͤmiſchen Kaiſer Maximian, Conſtans und Julian bielten ſich längere Zeiten dort auf; und von Cäſar bis Conſtantin hat⸗

ten Roͤmiſche Legaten, und bis auf Honorius Praftcten des Prätorium, daſelbſt ihren Sitz.

1) Gouncv: Quel fut Tetat des perſonnes en France ſous la premisre et ſe- conde rage de nos rois? Nancy. 1769. 8. Teutſch von Georg Heinr. Oeſterley, unter dem Titel: Ueber Freyheit und Leibeigenſchaft; den Adel⸗ geiſtlichen und dritten Stand, Beneſicien und Lehn unter den Merovingern und Farolingern. Göttingen. 1788. 8. Abſchn. 6- 9. S. auch S1LbERRAp 5. 2.

III. Fränkiſcher Zeitraum.

5. 15. Gallien unter den Barbaren. Aber die Romiſche Herrſchaft endete durch das Einſtrömen ¹) teut⸗

ſcher Völkerſchaften. Bey dem Verfalle des abendlaͤndiſchen Kaiſerthums zogen die Sueven, Vandalen und Alanen durch Spanien; die Weſt⸗ gothen aber ſetzten ſich im Aquitaniſchen und Narbonenſiſchen Gallien

(zwiſchen der Loire, Marne, Durance, dem Mittelmeer und den Alpen)

ſeſt, und ſtifteten unter Alarich(412) ein eigenes Koͤnigreich; waͤhrend die Burgunder das Land um die Rhone und Aar; die Britannier Ar⸗

morica oder Bretagne behaupteten, bis ſie gegen 456 aus Burgund, Lwon, Dauphine, Savoyen, Wallis und der Schweiz das Koͤnigreich Burgundien bildeten. Die Alemannen und Sueven beſetzten dagegen

den nachherigen Elſaß und die Rbeinpfalz; die Römer hielten ſich noch

kaum zwiſchen dem Rheine, dem Meere und der Loire. Bald darauf drangen um 430 die Franken ein, und ob ſich gleich die Romer anfangs

mit ihnen und den Weſtgochen vereinigten, um den eindringenden Hunnen

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