501
t
Note zum Art. 99.
Gutachten des Staats⸗Rathes uͤber die Fälle, in denen die Be⸗ richtigung der Aete des Civil⸗Standes durch die Gerichte nicht nothwendig iſt, vom 19. Maͤrz 1808 genehmiget vom Kaiſer den z0. März.
Der Staats⸗Rath, nach Anhoͤrung des Vortrages ꝛc. ꝛe. uͤber die Mittel den Nachtheilen vorzubeugen, welche fuͤr die Perſo⸗ nen, die ſich verheirathen wollen, aus der Verbindlichkeit entſtehen, die Acte, welche ſie bey verſchiedenen Gelegenheiten vorlegen muͤſ⸗ ſen, durch die Tribunaͤle berichtigen zu laſſen, wo doch die Bexich⸗ tigung in den Regiſtern nicht nothwendig iß;
In Erwaͤgung, daß, wenn es wichtes iſt, die Berichtigung der Regiſter des Civil⸗Standes nur durch die Tribunäle, und zufolge der zu dieſem Ende erlaſſenen Urtheile, vornehmen zu laſſen, den Buͤrgern aher auch keine Berichtigungskoſten verurſacht werden muͤſſen, wenn die Berichtigung der Regiſter nicht unumgänglich nothwendig iſt,
Iſt der Meinung, daß, wenn der Nahme eines künftigen Ehegatten in ſeinem Gehurts⸗Aete nicht mit den nehmlichen Buch⸗ ſtaben geſchrieben iſt, wie in jenem des Vaters, oder wenn man einen der Vornahmen der Eltern ausgelaſſen hätte, das Zeugniß der Eltern oder Groß⸗Eltern, welche bey der Heirath zugegen ſind und die Identität der Perſon bezeugen, hinreichend ſeyn muß, um zur Schließung der Ehe zu ſchreiten;
Daß es ſich eben ſo verhalten muß! im Falle die Eltern oder Groß⸗Eltern abweſend ſind, wenn ſie die ſes in dem Aete bezeugen, wodurch ſie ihre Einwilligung geben, und dieſer Aet in der geſetz⸗ lichen Form abgefaßt iſt;
Daß: im Falle die Eltern oder Großeltern geſorben ſind, die Identität in Betreff der Minderjährigen durch den Familienrath oder durch einen Vormund ad hoe, und in Betreff der Großjäh⸗


