1. Buch. 1. Tit. Von dem Genuſſe und dem Verluſte der Civil⸗Rechte. 41
ſelbſt ein Fremder kann ſie von einem andern Fremden, der ihn vor Gericht fordert, verlangen. Bouseau de Lacombe Jurtsp. civ. v. auhaine Sect. 2. no. 2.
Zweytes Capitel. Von dem Verluſte der Civil-Rechte.
Erſter Abſſchnitt.
Von dem Verluſte der Civil⸗Rechte, in ſo fern er aus dem Ver⸗ luſte der rechtlichen Eigenſchaft eines Franzoſen entſteht.
Art. 17.»Man hoͤrt auf ein Franzoſe im rechtlichen „Sinne zu ſeyn: 1) Durch die Naturaliſirung, die man in „einem fremden Lande erlangt hat; 2) durch eine von dem »Kaiſer nicht autoriſirte Annahme eines dffentlichen, von „einer fremden Regierung, verliehenen Amtes*); 3) endlich »durch jedes in einem fremden Lande ohne Abſicht zurückzu⸗ „kehren gemachte Etabliſſement.«
„Die Anlegung eines Handelshauſes(les 6tahlissemens de vcommerce) ſpil niemahls ſo angeſehen werden, als ſey ſie „ohne Abſicht einſt zurückzukehren geſchehen.«
In Betreff der Naturaliſirung in einem fremden Lande, be⸗ merkte man, daß Handel und ſonſtige Vortheile Franzoſen zum Beweggrunde dienen koͤnnten, ſich im Auslande z. B. in England naturaliſiren zu laſſen, um dadurch dem Heim⸗ falls⸗Rechte zu entgehen; daß inzwiſchen hierin ein wahrer
* Kaiſerliches Deeret vom 7. Januar 1808.
Art. 1. Zufolge des 17. Artikels des Geſetzbuches Napo⸗ leons darf kein franzoͤſiſcher Geiſtlicher die Ertheilung eines Bis⸗ thums in partibus von dem Papſte weder nachſuchen noch anneh⸗— men, wenn er nicht vorher von uns auf den Bericht unſers Cul⸗ tus⸗Miniſters hiezu autoriſirt worden iſt.
a. In Gemaͤßheit der Verfuͤgungen des vorhergehenden Arti⸗ kels kann kein franzoͤſiſcher Geiſtlicher, der zu einem Bisthume in partibus ernannt iſt, die Weihe erhalten, bevor nicht ſeine Bullen im Staats⸗Rathe unterſucht worden ſind, und wir die Bekanntmachung derſelben erlaubt haben.


