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40 1 Buch. I. Tit. Von dem Fenuſſe und dem Verluſte der Civil⸗Rechte
Art. 15.„Einen Franzoſen kann man vor einem Ge⸗ „richte in Frankreich wegen Verbindlichkeiten belangen, welche „er in einem fremden Lande, ſelbſt mit einem Fremden, ein⸗ „gegangen hat.«*).
Gegen dieſen Artikel machte man die Einwendung, er würde die Betrigereyen in Hinſicht der Einregiſtrirungs⸗-Ge— buhren begunſtigen, und um ihrer Zahlung auszuweichen, würde man ins Ausland gehen, und da ſeine Contracte ſchliepen; allein dieſe Beſorgniß war, wie man antwortete, ungegründet, weil nach dem oben angeführten Art. T21 der Ordonnanz von 1629 die im Auslande gemachten Acte erſt dur ihre Einregiſirirung in Frankreich den Charakter der Authenticität erlangen.
Art. 16.» Ohne Unterſchied der Gegenſtände, nur Hand— lungs⸗Sachen ausgenommen, iſt der Fremde, der als Kläger nauttritt, verbunden, für den Erſatz der durch den Prozeß „o rurſachten Koſten, Schäden und entbehrten Vortheile „Buͤrgſchaft zu leiſten, es ſey dann, daß er Immobilien in „Frankreich beſitze, die einen hinreichenden Werth haben, um „dieſe Zahlungen ſicher zu ſtellen.»
Man muß die drey Ausnahmen von der Regel bemerken, welche dieſer Artikel aufſtellt, zuerſt nehmlich fällt die von dem Fremden hier geforderte Bürgſchaſts-Leiſtung, in Handlungs— Sachen hinweg; 2) dann, wenn der Fremde Beklagter iſt; und 3) wenn er in Frankreich hinreichende Immobilien beſitzt.
Uebrigens muß, nach dem Gerichtsbrauche, dieſe Bürg⸗ ſchaft ſo wohl in erſter als in der Appellations-Inſtanz, in Criminal-ſo wohl als in Civil-Sachen geſtellt werden, und
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Hielsm Trom erließ! welcher in Liſſaben ein dem Herrn Canier zugehöriges Schiff mit Arreſt belegt hatte, und deßwegen von den daſigen Gerichts-Behörden zu einem Schadens⸗Erſatz von mehr dann 93,000 Franes verurtheilt worden war S. oben an⸗ geführtes Journal, im Anhange S. 71. Man ſehe übrigens den Art. a123, und die Anmerkungen dazu. 3
*) Siehe den Art. a123 des Geſetzbuches Napoleons.


