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An dem von den kuͤnftigen Ehegatten beſtimmten Tage liest der Beamte des Civilſtandes, in Gegenwart von vier voll⸗ jaͤhrigen Zeugen maͤnnlichen Geſchlechts, wozu zwar Ver⸗ wandte o), jedoch keine ſolche, die ſelbſt als Pattie auftré ten, d.h. deren Einwilligung zur Abſchlieſung der Ehe wel ſentlich erfordert wird p), genommen werden koͤnnen, die ſaͤmmtlichen ihm vorgolegten Urkunden) und nachher aus dem Geſetzbuch Napoleons das Capitel von den wechſelſeitigen Rechten und Pflichten der Ehegatten vor). Wenn dies geſchehen iſt, fragt er die beiden Verlobten, eins nach dem andern, ob ſie ſich zum Manne und zur Frau nehmen woh len, und erklaͤrt dieſelben, wenn ſolches von beiden mit lau ter und vernehmlicher Stimme bejaht worden, im Namen des Geſetzes durch die Ehe verbunden, nimmt auch auf der Stelle daruͤber die Heirathsurkunde auf, deren Er⸗ forderniſſe unten naͤher beſtimmt werden n.
Nach einem Cirkularſchreiben des Juſtitzminiſters, wovon die hier einſchlagende Stelle ſich im Anhange unter N. 1, abgedruckt findet, ſoll der Veamte des C. St. die Ehegatten fragen, ob es ihre Abſicht ſey, die Guͤtergemeinſchaft mit ihrer Ehe zugleich einzugehen oder nicht?— Dies ge hort alſo nunmehr mit zu den Obliegenheiten dieſer Beam
0) N. Geſetzbuch. Art.. 37(Anh. N. IW.)
p Inſtruction S. 33, indem hier die zwiefache Qualität eines Ein⸗ willigenden und Zeugen nicht in einer Perſon vereinigt ſeyn kann! Guide p. 80.—
N. Geſetzbuch Art. 75.(Anh. N. IV.) Die Vorleſung dieſes Capitels, welches ſich im Anhange unter N. V wörtlich abgedruckt ſindet, iſt ſchlechterdings nothwendig: Guide p 89.
) N. Geſetzbuch Art. 76.
Anfrage wegen der Guͤterge⸗ meinſchaft.


