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Vollständige Unterweisung der Beamten des Civilstandes in ihren sämmtlichen Verrichtungen / [Burkhard Wilhelm Pfeiffer]
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Abſchlieſung der Ehe nicht eher, als drey Tage nach dem letzten Aufgebote, den, wo dies geſchahe, nicht mitbegriffen Calſo fruͤheſten den Mitwoch nach dem letzten Aufgebote aber doch nicht ſpaͤter als binnen einem Jahre nach dieſem lesten Aufgebote, geſchritten werde; haben die Verlobten ein ganzes Jahr ſeitdem verſtreichen laſſen, ſo muͤſſen neue Auf⸗ gebote vorgenommen werden h).

Die urkunden, welche ſich vor der Abſchlieſung der Vorle⸗ Ehe in den Haͤnden des Beamten des Civilſtandes befinden ebe muͤſſen, ſind oben bereits angegeben worden, wril es zweck⸗ maͤſig, und in gewiſſer Hinſicht ſogar nothwendig iſt, dieſel⸗ ben ſchon vor dem erſten Aufgebote beizubringen. In Bezie⸗ hung auf die obigen Erkaͤuterungen wollen wir ſie hier nur kuͤrzlich nochmals benennen. Es ſind dies nemlich 1) die Ge⸗ burtsſcheine beider Verlobten, oder Zeugniſſe der Kund⸗ barkeit des nemlichen Inhalts; 2) Urkunden uͤber die Ein⸗ willigung derer, welche hierzu berechtigt ſind, oder uͤber die an ſie gerichteten ehrerbietigen Anfragen; 3) die To⸗ desſcheine derjenigen, auf deren Abſterben ſich bezogen wurde, und in deren Ermangelung, Zeugniſſe der Kundbar⸗ keit, oder Beſcheinigungen der Ascendenten deſſelben Inhalts, ſo fern letztere nicht muͤndlich gegeben werden D. Die

3) N. Geſetzbuch Art. 64.(Anh. N IV.) Guide p. 56. An dieſe Friſt ſind daher auch die Einſpruͤche gebunden. Zwey Tage nach dem letzten Aufgebot können dieſe noch angenommen werden, kommen ſie ſpäter ein, ſo ſind ſie unzulaͤſſig, wenn gleich die Abſchlieſung der Hei⸗ rath noch nicht geſchehen wäre: Guide p. 69.

) N. Geſetzbuch Art. 65.(Anh. N. IV.

Fehtt es an nllen dieſen Beweismitteln, ſo muß erſt noch zur Abnah⸗ me der oben(S. 13) erwaͤhnten eidlichen Verſicherung geſchritten werden.