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Vollständige Unterweisung der Beamten des Civilstandes in ihren sämmtlichen Verrichtungen / [Burkhard Wilhelm Pfeiffer]
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Einwil⸗ ligung zur Heirath.

Von Sei⸗ ten der El⸗ tern.

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muß er ihnen erklaͤren, daß die Abſchlieſung der Ehe nicht ſtatt flndet, oder daß ſie vorher Dispenſation beibringen muͤſſen, weshalb ſie bey dem Juſtitzminiſter ein Geſuch einzu⸗ reichen haben, welches von dem Koͤniglichen Procurator bey dem Tribunal des Bezirks, in dem der Nachſuchende wohnt, vorher beſcheinigt wurde. Erfolgt hierauf die Dispenſa⸗ tion, ſo iſt dieſelbe zuerſt bey dem genannten Tribunal einzu⸗ reichen, und die von dieſem geſchehende Ausfertigung dem Beamten des Civilſtandes vorzulegen H.

Iſt dieſer Punct in Richtigkeit, alſo der Braͤutigam zum wenigſten volle achtzehn, die Braut volle funfzehn Jahre lalt, oder haben ſie wegen des fehlenden Alters Dispenſation beige⸗ bracht, ſo hat der Beamte weiter zu pruͤfen, ob irgend Je⸗ mand zu der Verheirathung einwilligen muͤſſe, und wie dieſe Einwilligung auszuwirken ſey, wobey drey verſchiedene Faͤlle in Acht zu nehmen ſind.

Findet er nemlich, daß der Braͤutigam zwar 18 D, aber noch nicht 25, die Braut zwar 15, aber noch nicht 21 Jahre alt iſt, ſo muß 1) wenn die Eltern noch leben, deren Einwilligung beygebracht werden. Sind beide nicht gleicher Meinung ſo iſt die des Vaters hinreichend, ſo wie auch, wenn eins von ihnen geſtorben vder unfaͤhig iſt, ſeinen Willen zu erklaͤren, es nur der Einwilligung des an⸗

k) Supplement du Code Napoléon p. 57.

1) In der officiellen Inſtruction, S. 27, ſteht an dieſer Stelle 21 ſtatt 18, welches daher kommt, daß unter dem zunachſt vorhergehenden Satz die Zeit vom asten bis zum axten Jahre begriſſen iſt. In der Sache ſelbſt macht es keinen Unterſchied, und einfacher druͤckt man ſich we⸗ nigſtens, wie hier geſchehen iſt, aus.

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