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Vollständige Unterweisung der Beamten des Civilstandes in ihren sämmtlichen Verrichtungen / [Burkhard Wilhelm Pfeiffer]
Entstehung
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Alter der künftigen Ehegatten.

Geburts⸗ ſcheine.

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niſſe eintreten, welche die Geſetze bey der Eingehung einer Ehe nothwendig vorausſetzen.

Dieſe Erkundigungen betreffen hauptſaͤchlich drey Fragen: 1) wie alt die Brautleute ſind, 2) ob und wie ſie mit ein⸗ ander verwandt ſind, und 30 ob beide oder eins von ihnen vorher ſchon verheirathet war?

Die erſte Frage iſt nothwendig, ſowohl um zu wiſſen, ob die Brautleute nicht noch zu jung ſind, als auch um be⸗ ſtimmen zu koͤnnen, ob ſie zu ihrer Verheirathung der Ein⸗ willigung ihrer Eltern oder anderer Perſonen beduͤrfen. Vor allem Andern alſo muß der Beamte des Civilſtandes ſich die Geburtsſcheine beider vorlegen laſſen d).

Dieſe Geburtsſcheine beſtehen vorerſt noch in den bisher uͤblichen Extracten aus den Kirchenbuͤchern, weil in der naͤch⸗ ſten Zeit der Fall noch nicht eintritt, daß die Geburt eines der Brautleute ſchon in die Regiſter des Civilſtandes einge⸗ tragen waͤre. In Zukunft aber hat der erwaͤhnte Beamte darauf zu ſehen, daß beglaubte Auszuͤge aus den Regiſtern in der nachher anzugebenden Form beigebracht werden. Uebrigens aber iſt es durchaus nothwendig, daß die Geburts⸗ ſcheine wirklich producirt werden, und dem Beamten des Ci⸗ vil⸗Standes nicht geſtattet, ſich, wenn die Regiſter oder Kir⸗ chenbuͤcher, in welchem die Geburt eines der kuͤnftigen Ehe⸗ gatten aufgezeichnet iſt, in ſeinen Haͤnden ſind, durch bloſes Nachſchlagen in demſelben von der Richtigkeit der Angabe zu uͤberzeugen e).

d) Napoleons Geſetzbuch Art. 70.(Anh. N. IV. e) Inſtruction S. 29. Guide de officjer de l'état civil p. 72.