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Das Napoleonsche Gesetzbuch : Nebst den Zusatz-Gesetzen, einer Uebersicht der Entfernungen aller Haupt-Orte der Departemente von Paris, und einem vollständigen Register / aus dem Französischen übersetzt von J.P. Ackermann
Entstehung
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Tribunal erſter Inſtanz betrieben und mit einer Geldbuße, welche die Summe von hundert Franken nicht uͤberſteigen darf, belegt werden

S1. Jeder Inhaber der Regiſter ſoll fuͤr die Verfälſchun⸗ gen, welche in denſelben vorkommen koͤnnen, in Betreff des Schadenerſatzes verantwortlich ſein, unbeſchadet jedoch ſeines Verſolgungsrechts(recours) gesen die Urheber gedachter Ab⸗ aͤnderungen, wenn ſolches ſtatt haben kann.

S2. Jede Verfuͤlſchung, jedes in den Urkunden des buͤrger⸗ lichen Standes vorkommende Falſum; jede Einſchreibung der⸗ ſelben auf fliegende Blaͤtter oder anderswohin als auf die hierzu beſtimmten Regiſter geben den Partheien zum Schadener⸗ ſatz Recht, vorbehaltlich noch der in dem Peinlichen Geſetz⸗ buche ausgeſprochenen Strafen.

55. Der kaiſerliche Prokurator bei dem Tribunal erſter Inſtanz hat die Verbindlichkeit, den Zuſtand der Regiſter, wenn ſolche in der Gerichtsſchreiberei hinterlegt werden, zu unterſuchen Er ſoll über die von ihm gemachte Unterſuchung einen ſummariſchen Verbalprozeß errichten, die von den Beam⸗ ten des buͤrgerlichen Standes begangenen Uebertretungen oder Verbrechen angeben und gerichtlich antragen, daß gegen ſie die Verurtbeilung zu Geldbuſen ausgeſprochen werde.

S4. In allen Faͤllen, wo das Tribunal erſter Inſtanz uͤber die auf den buͤrgerlichen Stand Bezus babenden Urkunden ge⸗ richtlich erkennt, ſoll es den intereſſirten Partheien frei ſtehen, gegen das Urtheil deſſelben die uͤblichen Rechtsmittel zu er⸗

greiffen. Zweites Kapitel. Von den Geburtsurkunden.

S6. Die Erklaͤrungen uͤber die Geburten ſollen innerhalb dreien Tagen nach der Entbindung dem Beamten des buͤrger⸗ lichen Standes des Orts gemacht und das Kind ihm vorge⸗ zeigt werden.

56. Die Erklaͤrung uͤber die Geburt des Kindes ſoll von deſſen Vater oder in deſſelben Ermanglung von den Doktoren der Arzneikunde oder der Wundarzneikunde, den Hebammen, Ge⸗ ſundbeitsbeamten oder andern Perſonen, welche bei der Entbin⸗ dung gegenwaͤrtia waren; und wenn die Mutter auſſerhalb ihrer Wohnung entbunden worden, von der Perſon, bei welcher ſie niedergekommen iſt, gemacht werden.