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Die Geburtsurkunde ſoll ſogleich und in Gegenwart zweier Zeugen niedergeſchrieben werden-
s7. Die Geburtsurkunde ſoll den Tag, die Stunde und den Ort der vollbrachten Geburt, das Geſchlecht des Kindes und die Vornamen, welche man ihm geben wird, die Vor⸗ namen, den Namen, das Gewerb und das Domizilium der Aeltern und der Zeugen angeben.
5s. Jede Perſon, welche ein neugebohrnes Kind gefunden hat, ſoll gehalten ſein, daſſelbige ſamt den bei ihm gefundenen Kleidungsſtuͤcken und anderm Geraͤthe dem Beamten des buͤr⸗ gerlichen Standes zu uͤbergeben, und von allen Umſtaͤnden der Zeit und des Ortes, wo das Kind gefunden worden, Er⸗ klaͤrung zu machen.
Es ſoll daruͤber ein umſtaͤndlicher Verbalvrozeß errichtet werden, welcher nebſt dem muthmaßlichen Alter des Kin⸗ des, deſſen Geſchlecht, die Namen, welche man ihm geben und die Zivilgewalt, welcher man es uͤbergeben wird, an⸗ zeigen muß. Dieſer Verbalprozeß ſoll auf die Geburtsregiſter eingetragen werden.
9. Wenn ein Kind auf einer Seereiſe zur Welt koͤmmt, ſo ſoll die Geburtsurkunde innerhal vier und zwanzig Stun⸗ den in Beiſein des Vaters, wenn er abweſend iſt, und zweier Zeugen, welche man aus den Schiffsoffizieren, oder in deren Ermanglung aus den Leuten, welche zum Schiffsvolke gehoͤ⸗ ren, genommen hat, aufgeſetzt werden. Dieſe urkunde ſoll auf den Schiffen des Kaiſers von dem Beamten der See⸗ verwaltung; und auf den Schiffen, welche einem Kaper oder Handelsmann zugehoͤren, von dem Kapitaͤn, Schiffsherrn oder Patronen des Schiffes niedergeſchrieben werden. Die Geburts⸗ nrkunde wird am Ende des Verzeichniſſes des Schiffsvolkes eingetragen.
60. Im erſten Haafen, wo das Schiff landen wird, ent⸗ weder um dort auszuruhen, oder jeder andern Urſache wegen, jene ſeiner Entwaffnung dennoch ausgenommen, ſind die Beamten der Verwaltung des Seeweſens, die Kapitaͤne, Schiffsherrn oder Patronen verpflichtet, zwei beglaubte Aus⸗ fertigungen der von ihnen aufgeſetzten Geburtsurkunden abzu⸗ geben, naͤmlich, wenn es in einem franzöſiſchen Haaſfen iſt⸗ auf der Schreibſtube des Vorgeſetzten der See⸗Einſchreibun⸗ gen; in einem fremden Haafen aber in die Hände des Kon⸗


