Teil eines Werkes 
Zweiter Band (1813)
Entstehung
Seite
179
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Napoléon beigelegte Attribute ohne Schwierigkeit dem deutſchen Ministèere public beigelegt werden koͤnnen.

Rur kann ich die Bemerkung nicht unterdruͤ⸗ cken, daß es durchaus zweckwidrig iſt, dieſe naͤm⸗ lichen Attribute dem vorſitzenden Mitglied des Ge⸗ richts beizulegen. Das Ministere public iſt dem Gericht entgegengeſetzt, und keineswegs ein Theil deſ⸗ ſelben. Es bildet eine eigne neben der Hierarchie des Tribunals parallel fortlaufende Hierarchie. Das vorſitzende Mitglied des Gerichts iſt ein Theil des Ganzen, und ſeine einzelne Stimme iſt in der Stimme der Mehrheit der eigentlichen Stimme des Tribunals enthalten. Das Ministere pu-

lic dagegen fuͤhrt keine Stimme. Auf Berathung beſchraͤnkt wird es, wenn der Rath verſchmaͤht wird, Denunciant, nicht um den Lauf der Rechtsſache in dem einzelnen Fall auf einem andern als dem gewoͤhn⸗ lichen Weg durch Appellation zu hemmen, ſondern um das der Entſcheidung zum Grund liegende Prin⸗ cip durch Dazwiſchenkunft der Regierung fuͤr alle zu verdraͤngen. Das Ministère public nimmt einen esprit de corps an, welcher von dem im Tribunal herrſchenden esprit de corps ganz verſchieden iſt.

Da die Richter vorzuͤglich Partheienrechte vor Augen haben, ſo nimmt ihre geiſtige Thätigkeit mehr eine praktiſche, da das Ministere public vorzuͤglich die Forderungen des Geſetzes vor Augen hat, ſo nimmt die ſeinige mehr eine theoretiſche Tendenz.

Das Ministère public wird im Naſſauiſchen Staat mit vier ſachkundigen Maͤnnern muͤſſen be⸗ ſetzt werden, von welchen drei bei den drei Hoſgerich⸗ ten und einer bei dem Appellationsgericht anzuſtel len iſt.

Es wird noͤthig ſeyn, die Einfuͤhrung der gan⸗ zen Einrichtung noch ſo lange auszuſetzen, bis ſach⸗

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