Teil eines Werkes 
Zweiter Band (1813)
Entstehung
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kundige Maͤnner ſich im Raſſaniſchen Staat gebildet haben, wenn nicht etwa neu eintretende politiſche Umſtaͤnde andere Maaßregeln gebieten.

XV. Ministre de justice, Grand Ju- ge. In Frankreich iſt das Juſtizminiſterium als Schlußſtein in der ausubenden Rechtspflege zu be⸗ trachten, ſo wie der Caſſationshof ſich als Schlußſtein der Ausbildung der geſetzlichen Theorie darſtellt.

Ohne den Caſſationshof und das Juſtizmini⸗ ſterium wuͤrde das Ministère public feinen Stutz⸗ punkt fuͤr ſeine Wirkſamkeit erhalten haben.

Auf bloſen Rath und Antraͤge beſchraͤnkt, wuͤr⸗ de der Rathgeber uͤberhoͤrt, und ſeine Antraͤge unge⸗ ſtraft verſchmäht werden koͤnnen.

Die Wirkſamkeit des Ministére public endigt ſich im Juſtizminiſterium, und durch daſſelbe haͤngt in der oberſten Potenz die Juſtiz mit der Regierung zuſammen.

Ein deutſcher den Code Napoléon recipiren⸗ der Staat kann der Errichtung eines Juſtizminiſte⸗ riums nicht ausweichen.

Iſt der Staat nicht groß und reich genug, um ein Juſtizminiſterium zu organiſiren, ſo muß wenig⸗ ſtens ein eigner Miniſterialreferent in Juſtizſachen angeordnet werden.

Er muß die franzoͤſiſche Geſetzgebung aufs gruͤndlichſte kennen.

In einzelnen Faͤllen, in Partheiſachen wirkt er nicht.

Dagegen muß er mit dem Ministère public in unmittelbarer Verbindung ſtehen, und aus den Berichten deſſelben die Gebrechen der Juſtizverwal⸗ tung, welche vorabſichtlich gleich nach der Einfuh⸗ rung einer neuen fremdartigen dem Richter wenig vekannten Geſetzgebung ſich haͤuſen werden, kennen ſernen.

Alſe Berichte der Tribunale uͤber die bei der