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den kann, ſo iſt uͤberhaupt das ganze Inſtitut mit dem deutſchen gerichtlichen Verfahren unvereinbar.
Die Bedenklichkeit faͤllt groͤßtentheils hinweg, wenn man alle im erſten Buch des Code Napoléon dem tribunal de prémière instance beigelegte At⸗ tribute den Obergerichten uͤberträgt, und ſie in die⸗ ſen naͤmlichen Rechtsſachen zum tribunal de pré- miere instance erklaͤrt.
Fuͤr die Nothwendigkeit der Einfuͤhrung des Ministere public ſprechen folgende Gruͤnde:
1) Ohne Ministère public würde das erſte Buch des Codé Napoléon in ſeinem Geiſt und Buchſtaben unanwendbar, es wuͤrde in ſeinen ge⸗ lungenſten Parthien vernichtet ſeyn.
2) Iſt ſchon in Frankreich ein Ministère pu- blic noͤthig, ſo iſt es in einem in gerichtlicher Hin⸗ ſicht neu zu conſtituirenden deutſchen Staat doppelt unentbehrlich. Wie wuͤrden die unkundigen Richter ohne eine belehrende Controllejuſtiz adminiſtriren koͤnnen?
3) Das Ministère public bildet das Verbin⸗ dungsglied zwiſchen Juſtiz und Regierung. Beide Staatsgewalten muͤſſen ſich in ihrer Thaͤtigkeit be⸗ ruͤhren, koͤnnen aber, ohne daß Despotismus und Kabinetsjuſtiz entſteht, in ihrer Rolle nicht wechſeln.
4) In einem nach einem fremden Muſter neu zu geſtaltenden Staat ſind die Beruͤhrungen zwiſchen Juſtiz und Regierung am haͤufigſten. Die Juſtiz muß die Regierung unaufhoͤrlich uͤber die Mängel und Inconſequenz der neuen Geſetze aufklaͤren, die Regierung muß die Juſtiz uͤber die mißverſtandene Anwendung derſelben belehren. Dies kann nur durch die Dazwiſchenkunft des Ministére public und des nachher zu beſchreibenden Juſtizminiſteriums geſchehen.
Es bedarf uͤbrigens keiner Erlaͤuterung, daß alle dem Ministère public im erſten Buch des Code


