Teil eines Werkes 
Zweiter Band (1813)
Entstehung
Seite
175
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CinSKk

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In meinen vorigen Vortraͤgen ſuchte ich die Moͤglichkeit zu zeigen, den kirchlichen Charakter der Ehe beizubehalten, und dennoch die Civilgerichte, ſobald ſie in Eheſachen zu erkennen haben, als geiſt⸗ liche Gerichte handeln zu laſſen.

Das im Thal anzulegende erſte Inſtanzgericht könnte mit lauter katholiſchen Mitgliedern beſetzt werden, und in Cheſachen der Katholiken das Offi⸗ cialatgericht vorſtellen.

Das in Wiesbaden zu errichtende erſte Inſtanz⸗ gericht könnte umgekehrt aus bloſen proteſtantiſchen Mitgliedern beſtehen und uͤber die bisherigen ſoge⸗ nannten Conſiſtorialſachen erkennen.

So wuͤrde auch das kirchliche ohne auffallende Veraͤnderung mit der Forderung des Code Napo- 160n vereinigt werden.

X. Président du tribunal de prémière in- stance

Wo das erſte Buch des Code Napoléon dem Praͤſidenten des erſten Inſtanzgerichts beſondere Funk⸗ tionen uͤbertraͤgt, da wird dieſe naͤmlichen Funktionen der Director des deutſchen Juſtizkollegiums, oder der dirigirende Rath uͤbernehmen muͤſſen.

Eigene mit dieſer Einrichtung verbundene Schwierigkeiten ſind mir nicht bekannt. Fehlt es unſern dirigirenden Raͤthen an Routine und Ge⸗ wandtheit, ſo muͤſſen ſie ſich beide erwerben.

XI. Audience publique. Daß ſie zur Zeit noch nicht eingefuͤhrt werden kann, ſetze ich als aus⸗ gemacht voraus. Wo die audience publique in der Abſicht erwaͤhnt wird, um die Partheien zur Plaidoirie anzuweiſen, muß die Inſtruction den Schriftenwechſel ſubſtituiren. Wirklich iſt ja auch der Zweck der franzoͤſiſchen Plaidoirie dem Zweck des deutſchen Schriftenwechſels gleich.

Unter dieſer Vorausſetzung erhalten die Artikel