Teil eines Werkes 
Zweiter Band (1813)
Entstehung
Seite
167
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Will man dieſes nicht, ſo mag, wie es bisher uͤblich war, der Einſprechende ſich beim Pfarrer mel⸗ den. Derjenige, welchem an der Aufhebung des Einſpruchs gelegen iſt, wendet ſich dann an das com⸗ petente Gericht, und bittet um eine main-levée d'opposition. Der Artikel 176 enthaͤlt in dieſem Fall eine Inſtruction fuͤr den Pfarrer. Der Schluß des Artikels ſuspendirt ſich von ſelbſt.

IW. Juge de paix. Es iſt ſchon oft bemerkt worden, daß dem franzoͤſiſchen Canton das deutſche Amt, und dem Juge de paix der deutſche Juſtiz⸗ beaente gegenuͤber ſteht.

Das Verhaͤltniß des Juge de paix zur franzdſi⸗ ſchen Juſtizverfaſſung kommt im Code de procédure civile vollſtaͤndig zur Sprache. Wuͤrde dieſer im Herzogthum Raſſau eingefuͤhrt, ſo waͤre es ſchlechter⸗ dings unmoͤglich, den deutſchen Amtmann mit dem Juge de paix zu vereinigen. Wird das franzoͤſiſche adminiſtrative Syſtem vor der Einfuͤhrung des erſten Buchs des Code Napoléon eingefuͤhrt, ſo iſt die Verwandlung des Juſtizbeamten in einen Juge de paix vorbereitet.

Von dieſem Vorſchlag abgeſehen, ſind ſaͤmmt⸗ liche im erſten Buch des Code Napoléon dem Frie⸗ densgericht zugewieſene Funktionen mit dem Geſchaͤfts⸗ kreis des deutſchen Beamten vollkommen vereinbar. Die einfache Anſicht derſelben wird mir den Beweis erſparen. Zu Wahrnehmung desjenigen, was die Artikel 126, 155, 353, 392, 398, 446 448 und 477 dem juge de paix auferlegen, waͤre alſo der deutſche Juſtizbeamte anzuweiſen.

V. Maire. Er gehört weſentlich zur franzoſi⸗ ſchen Adminiſtration, und wird im erſten Buch des Code Napoléon nur Art. 459. H. 2. genannt. Wird vor der Reception deſſelben das adminiſtrative Syſtem eingefuͤhrt, ſo findet dieſe Stelle von ſelbſt ihre Anwendung. Obgleich der ganze Art. 459 im