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Feſtſetzung der verbotenen Grade promulgirt er nur das nicht aus ſeiner Willkuͤhr, ſondern aus einer uberſinnlichen Ordnung emanirende Geſetz. In wel⸗ chem Buch es promulgirt wird, iſt gleichgultig, wenn nur die Ouelle ſeiner Guͤltigkeit unverfaͤlſcht bleibt. Die Traunng verrichtet ein Religionsdiener, und die Rechte und Verbindlichkeiten der Eheleute werden dem neuen Paar theils als religioͤſe, theils als buͤr⸗ gerliche Gebote, wie ſie das 6te Kapitel des vorlie⸗ genden Geſetzes enthaͤlt, vorgeleſen.
So wird dem religioͤſen Glauben nirgends ein Aergerniß dargeboten; er nimmt das kirchlich auß, was buͤrgerlich gegeben wurde.
Selbſt das franzoͤſiſche Eheſcheidungsgeſetz iſt— wie ich nachher zeigen werde, mit den Grundſaͤtzen der proteſtantiſchen Kirche nicht unvereinbar. Die durch wechſelſeitige Einwilligung geſetzlich begruͤndete Scheidung hat eine religioſe Seite, welche man bis⸗ her nicht wahrgenommen hat.
Nur fur katholiſche Kirchenmitglieder nimmt al⸗ les eine andere Geſtalt an. Fuͤr ſie bedarf es eigner, ſchon in dem Vortrag sur les actes de I'état civil vorgeſchlagener Beſtimmungen. Ich werde auf ſie zuruͤckkommen und beſchaͤftige mich hier nur mit der eigentlichen artikelweiſen Anpaſſung des Code Na- poleon auf die beſtehenden Verhaͤltniſſe.
Das erſte Kapitel handelt von den zur Schlieſ⸗ ſung einer Ehe erforderlichen Eigenſchaften und Be⸗ dingungen. Die Art. 144. bis 150. ſind blos doe⸗ trinellen Inhalts und folglich fuͤr ſich anwendbar.
Die Art. 131. bis 153. ſchreiben die Form vor, wie der Rath der Eltern, oder Großeltern von den heirathenden Heirathsjaͤhrigen Kindern nachzuſuchen ey.
Die Erfuͤllung dieſer Vorſchriften ſeßt ein orga⸗ niſirtes franzoͤſiſches Notariat voraus.
Der Baieriſche Civilkoder hat das Rotariat ver⸗


