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als bei der Ehe. Durch dieſes Inſtitut und durch kein anderes werden die Menſchen ſittlich oder civiliſirt reproducirt. Und blos durch dieſe Re⸗ productionsart uͤberliefert ein Zeitalter dem andern die Eroberungen der Kultur und des Geiſtes.
Wenn daher die buͤrgerliche Geſetzgebung nur auf die Erhaltung der Individuen, die jetzt da ſind, die den gegenwaͤrtigen Staat bilden, berechnet ſeyn kann, ſo wehrt die religioſe Ehe mit allen ſie umge⸗ benden Normen dem Untergang oder der Entartung des Geſchlechts durch Sittenverderben, ab.
Die Reinigung der Familienliebe von der Ge⸗ ſchlechtsliebe iſt ihr Werk, nicht Werk des buͤrgerli⸗ chen Geſetzes ·
Wird die Ehe ſelbſt den Sitten und der relioͤſen Meinung zuruͤckgegeben, ſo wird auch das buͤrgerliche Geſetz ſeine Anſpruͤche auf die Beſtimmung der dis⸗ penſabeln und nicht dispenſabeln Grade der Verwand⸗ ſchaft nicht behaupten konnen.
Der Wunſch, beide als kirchliche Ehehinderniſſe zu betrachten, findet ſeine Rechtfertigung in meinen Anſichten uͤber den Grundcharakter der Ehe ſelbſt.


