Teil eines Werkes 
Dritter Theil (1804)
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ſie erben ſtammweiſe, wenn ſie alle, oder zum Theil, durch Repräſentation(zur Erbſchaft) ge⸗ langen.

Vierter Abſchnitt. Von den, den Aszendenten, zugefallenen Erbſchaften.

Art. 1Xxvl. Wenn der Verſtorbene weder Nachkommenſchaft,

Anmerkungen.

darf dabei nicht aus dem Auge verlieren, daß hier blos von gleicher Theilung einer Erbſchaft ab intestat die Rede iſt, d. h. einer Erbſchaft, woruͤber der Erb⸗ laſſer nicht verfüͤgt hat. Der Wille des Menſchen iſt aber nicht an dieſe ſtrenge Gleichheit gebunden, und er kann immer über einen Theil ſeiner Gter nach Belieben zu Gunſten eines ſeiuer Erben oder andrer Perſonen verfügen. Allein was er thun darf, darf das Geſetz ſich nicht erlauben. Seine Neigung kann veſondere Gründe haben: ſie kann auf Dankbarkeit oder wohlthätigen Abſichten deruhn; das Geſetz kann weder dieſe Bewegrunde noch dieſe Rechte haben. Das Geſeß hat keinen andern Zweck, als ſeine Frei⸗ gebigkeit zu beſchranken, wo es das Intereſſe der Ge⸗ ſellſchaft und die Erhaltung der Familien erheiſcht; gllein es muß ſich darauf beſchraͤnken, das zu über⸗ tragen, was der Menſch oder die Natur beſtimmt haben. Die ungleichheit, welche ehedem von der Abſonderung der Guter in eigenthuͤmliche und Ac⸗ queſte, von dem Privilegium des doppelten Bandes z. herruͤhrte, iſt ebenfalls verſchwunden; man ſehe weiter oben die Beweggruͤnde nach, welche den Ge⸗ ſetzgeber beſtimmt haben, auch in dieſer Hinſicht bei der Theilung eine vollkommene Gleichheit ein⸗ treten zu laſſen⸗