Teil eines Werkes 
Dritter Theil (1804)
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Sie erben in gleichen Theilen und nach Haͤuptern, wenn ſie alle im erſten Grad und in ihrem eigenen Namen(de leur chel)(zur Erbſchaft) berufen ſind;

Anmerkungen.

gen kam zuerſt der Gebrauch auf, alle Feudal Be⸗ itzungen dem älteſten Sohn zu geben.(Verordnung Godfrieds Grafen von Bretagne von 1185: Majo- res natun integrum dominium obtineant, et Junioribus, Pro posse suo, provideant de necessarlis, ut honeste viverent. Die Buͤrger und Landleute folgten bald dem Adel nach, und derſelbe Grund führte zur Aus⸗ ſchlieſſung der Töchter von der Erbſchaft, die in den meiſten Provinzen angenommen war, jedoch mit un⸗ zaähligen und oft widerſprechenden Pariationen. Nach den meiſten Herkommen hatte die Toch⸗ ter, welche dotirt worden war, nichts mehr zu begeh⸗ ren; die Art und der Betrag der Dotirung ward aber in jedem nach beſondern Grundſaͤtzen beſtimmt.

Wenn auch nicht die natuͤrliche Billigkeit allen Kin⸗ dern deſſelben Vaters gleiche Rechte zuerkennen würde, ſo wuͤrde dieſe Geſeßgebung doch ſchon in der einzigen Hinſicht ungerecht ſein, weil ſie faſt immer mit dem vermuthlichen Willen der Aeltern im Widerſpruch ſtand. Das älteſte Kind erfuͤllte nicht immer die Pflichten der kindlichen Liebe am gewiſſenhafteſten, und doch gab ihm das Geſetz alles, ſelbſt gegen den Willen des PVaters; oft opferte eine Tochter ſich auf, um ſeines Alters zu pflegen; das Geſetz benahm ihm die Befugniß, ihre treue Dienſte zu belohnen. Und doch ſollte jedes Geſetz uͤber die Erbfolge blos die des vermuthlichen Willens des Erblaſ⸗ ſers ſein.

Die konſtituirende Verſammlung hielt die Ab⸗ ſchaffung dieſer Misbraͤuche für eine ihrer heiligſten Pflichten. Ihre wohlthätige Dekrete vom 15 Maͤrz 1790 und vom 15 April 1797 wurden mit allge⸗ meinem Beifall aufgenommen. Die Erfahrung hat ſie bewährt, und das ueue Geſetz ſanktionnirt. Man

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