Teil eines Werkes 
Dritter Theil (1804)
Seite
28
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628) ArgXX.

Die Repraͤſentation hät in der graden abſteigen⸗ den Linie ins unendliche ſtatt.

Sie wird in allen Fällen zugelaſſen, die Kinder des Verſtorbenen mögen nun mit den Deszendenten eines vorhergeſtorbenen Kindes konkurriren, oder die Deszendenten der beſagten Kinder mögen ſich wenn alle Kinder des Verſtorbenen vor ihm ver⸗ ſtorben ſind, untereinander, in gleichen oder un⸗ gleichen Graden befinden.

Art. XXXRl.

Die Repraͤſentation findet zu Gunſten der Aszen⸗ denten nicht ſtatt; der nachſte in jeder der beiden Linien ſchließt immer den entfernteren aus.

Anmerkungen.

ZSum Art. 30. Ueber dieſen Grundſas konnte kein Zweifel entſtehn. Blos ein ungerechtes und unna⸗ tuͤrliches Geſetz köͤnnte die Repräſentation in abſtei⸗ gender Linie ausſchlieſſen. Die Neigung des Men⸗ ſchen dehnt ſich auf alle ſeine Deszendenten aus; ſie ſind ihm alle gleich theuer; die Lebenden nehmen in ſeinem Herzen die Stelle der Verſtorbenen einz ſie ſind alle ſeine Kinder. Die Repräſentation kann daher in abſteigender Linie keine Graͤnzen haben.

Zum Art. 31. Ein anderes iſt es in aufſteigender Linie. Das Kind hat immer mehr Liebe fuͤr den Vater ale den Gros Vater, und je ferner die Aszen⸗ denten von ihm ſtehn, je weniger ſpricht die Natur in ſeinem Herzen für ſie. Die nächſten Aszendenten muſſen alſo immer die entfernteren ausſchlieſſen.