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welche die Wirkung hat, die Repräſentanten in die Stelle, in den Grad und in die Rechte des Reprä⸗ ſentirten eintreten zu laſſen.
Anmerkungen.
Zum Urt. 29. Die Regel, daß der nächſte Ver⸗ wandte der Erbe ſey, kann jedoch nicht immer ihre ſtrenge Anwendung finden; denn da ſie blos anf der Vermuthung beruht, daß der Verſtorbene ſeinen näch⸗ ſten Verwandten vorgezogen haben wuͤrde, ſo muß ſie auch dann, wenn dieſe Vermuthung nicht denk⸗ bar iſt, eine nothwendige Ausnahme erleiden. Da wirklich in der Natur der menſchlichen Neigungen eine Repräſentation beſteht, welche die Kinder in die Stelle ihrer verſtorbenen Aeltern einſetzt, und die ganze Zärtlichkeit der Familie auf ſie uͤber⸗ trägt, ſo erkennt auch das Geſetz dieſe Repraͤſentation in Hinſicht auf die Erbſchaft an, indem es auf die Kinder die Rechte des verſtorbenen Vaters übertragt. Ohne dieſe Fiction wuͤrde das Geſetz ſich beinahe immer mit dem Willen des Verſtorbenen im Wie⸗ derſpruch befunden haben.
Das Syſtem der Repraſentation hat in dem ro⸗ miſchen Rechte einige Veraͤnderungen erlitten; erſt durch die Novelle CXxVIII. ward die in grader ab⸗ ſteigender Linie von allen Ausnahmen befreit und die in der SeitenLinie eingefuͤhrt, in welcher ſie jedoch auf die Geſchwiſter Kinder beſchraͤnkt war. Die Re⸗ präſentation ward weder bei allen Herkommen, noch in allen auf gleiche Art angenommen; einige nah⸗ men ſie in der graden und der SeitengLinie, andere blos in der graden, andere in beiden bis ins unendliche, noch andere bis zu gewiſſen Graden, noch andere blos für gewiſſe Perſonen und Güter, an. Das neue Geſetz hat aus dem geſchriebenen Recht und den Herkommen die Verfuͤgungen bei⸗ behalten, welche der Natur und dem vermuthlichen hr des Verſtorbenen am meiſten eutſprechend
ienen.


