Teil eines Werkes 
Dritter Theil (1804)
Seite
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kein Aszendent, und kein Hollatera Verwandter vor⸗ findet.

Art. IXIV

Wenn dieſe erſte Abtheilung zwiſchen der väterli⸗ chen und muͤtterlichen Linie bewerkſtelligt iſt, ſo ge⸗ ſchieht keine Abtheilung mehr unter den verſchiede⸗ nen Zweigen; ſondern die jeder Linie zugefallene Haͤlfte gehört, vorbehaltlich des Falles der Re⸗ preſentation, ſo wie es hierunten verfuͤgt werden wird, dem oder den, im nächſten Grad, verwandten Erben.

Anmerkungen.

weil ſie in der andern keine beſitzen, darum nicht weniger unwiderſprechlich ſind.

Zum Art. 24. Hierdurch vrſiegt eine ewige Quel⸗ le von Forderuugen und Prozeſſen. Einige Her⸗ kommen hatten die Gewiſſenhaftigkeit in Hinſicht auf die Güter jeder Linie ſo weit getrieben, daß ſie in jeder Unterabtheilung wieder die vaͤterlichen und muͤt⸗ terlichen aufſuchten und trennten. Dieſe Subtilität ſchien ſogar von dem Geſetz vom 17 Nivoſe ange⸗ nommen worden zu ſein. Pllein mehrere Rechtsge⸗ lehrte benuzten die undeutliche Abfaſſung dieſes Geſetzes, und ſuchten aus dem Lerte deſſelben ſelbſt das Gegentheil zu beweiſen. Das Kaſſations Gericht hatte dieſe Deutung durch ſeine Ausſpruͤche beſtätigt. Hier finden wir endlich dieſes unnatüͤrtiche Syſtem foͤrmlich prosſcribirt, welches tauſend Erben zur Theilung einer Erbſchaft berufen konnte, die tau⸗ ſendmal von den Koſten der Prozeſſe, den Aufſuchun⸗ gen der urſpruͤnglichen ErwerbsTitel, der genealogi⸗ ſchen Tafeln und einer Menge, in der Dunkelheit des Alters verlohrnen, Beweißmittel verſchlungen werden mußte.