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Das bürgerliche Gesetzbuch der Franzosen : Nach der sterotypischen Ausgabe von Firmin Didot / Ganz neu übersetzt von J.P. Ackermann
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e32. Die Verurtheilung des einen Gatten zu einer enteh⸗ renden Strafe ſoll fuͤr den andern eine Urſache zur Eheſchei⸗ dung ſein.

233. Die gegenſeitige und andauernde Einwilligung der bei⸗ den Gatten, wenn ſie auf die Art ausgedruͤckt iſt, wie ſie das Geſetz vorſchreibt, und die Bedingniſſe und Proben enthaͤlt, welche das Geſetz beſtimmt, ſoll hinlaͤnglicher Beweiß ſein, daß das gemeinſchaftliche Leben ihnen unertraͤglich iſt; daß alſo in Hinſicht ihrer eine rechtlich entſcheidende Urſache(cause

peremptoire) zur Eheſcheidung vorhanden iſt.

Zweites Kapitel. Von den Formen der Eheſcheidung wegen be⸗

ſtimmter Urſache.

a34. Welches auch immer die Beſchaffenheit der Thatſachen oder Verbrechen, welche zu einem Eheſcheidungsbegehren we⸗ gen beſtimmter urſache Anlaß geben, ſein mag, ſo kann den⸗ noch dieſes Begehren nur bei dem Gerichtshofe des Bezirks, in welchem die Gatten ibren Wohnſitz haben, angebracht werden.

235. Wenn einige von dem klagenden Gatten angefuͤhrte Thatſachen zu einer peinlichen Verfolgung von Seiten des oͤffentlichen Amtes Anlaß geben, ſo ſoll die Rechtsklage we⸗ gen der Eheſcheidung verſchoben werden, biß das peinliche Gericht ſein Urtheil gefällt hat. Nach dieſem kann ſie wieder vorgenommen werden, ohne daß es erlaubt waͤre, aus dem Urtheil des peinlichen Gerichtshofes irgend einen Grund zur

Kichtzulaſſung oder ſonſt eine dem klagenden Gatten nachthei⸗ lige Ausnahme herzuleiten.

236. Jedes Eheſcheidungsbegehren ſoll die Thatſachen um⸗ ſtaͤndlich auseinander ſetzen; ſie ſoll mit den Belegeſchriften, wenn derſelben vorhanden ſind, von dem klagenden Ehegatten verſoͤnlich dem Preſidenten des Gerichtshofes, oder dem Rich⸗ ter, der deſſen Verrichtnugen verſieht, uͤberreicht werden. Sollte der Klaͤger durch Krankheit verhindert ſein, ſo begibt ſich die obrigkeitliche Perſon auf ſein Anſuchen und auf das von zweien Doktoren der Arzeneikunde oder der Wundarzeneikunde oder zweier Geſundbeitsbeamten ausgeſtellte Zeugniß in den Wohnſitz des Klaͤgers, um ſeine Klage aufzunehmen.

237. Der Richter, wenn er den Klaͤger angehoͤrt, und ihm die Bemerkungen, welche er faͤr ſchicklich erachtet, gemacht