Zweiter Abſchnitt. Von der Beraubung der burgerlichen Rechte in Gefolg gerichtlicher Verurtheilungen.
2. Die Verurtheilungen zu Strafen, durch deren Wirkung der Verurtheilte ſich aller Theilnahme an den hiernach de⸗ nennten burgerlichen Rechten beraubt findet, haben den buͤr⸗ gerlichen Todt zur Folge.
23. Die Verurtheilung zum natuͤrlichen Todt ſoll den buͤr⸗ gerlichen Todt zur Folge haben.
24. Die andern fortdauernden Leibesſtrafen werden nur dann den buͤrgerlichen Todt zur Folge haben, wenn das Geſetz ihnen dieſe Wirkung wird beigelegt haben.
25. Der Verurtheilte verliert durch den buͤrgerlichen Todt das Eigenthum aller Guͤter, die er beſaß; ſeine Verlaſſen⸗ ſchaſt ſteht zum Vortheil ſeiner Erben offen, auf welche ſeine Guͤter eben ſo, als wenn er eines natuͤrlichen Todtes und ohne Vermaͤchtniß geſtorben waͤre, uͤbergegangen ſind.
Er kann fernerhin nichts mehr erben, noch die Guͤter, die er in der Folge der Zeit erworben, unter dieſer Benennung auf andere uͤbertragen..
Er kann uͤber ſeine Guͤter weder im Ganzen noch theil⸗ weiſe, weder durch Schenkungen bei Lebzeiten noch durch Vermaͤchtniſſe verfugen; er kann auch unter dieſer Benen⸗ nung nichts empfangen, es muͤſte denn fuͤr ſeinen Lebens⸗ unterhalt ſein.
Er kann weder zum Vormund ernennt werden, noch zu Handlungen, die auf die Vormundſchaft Bezug haben, bei⸗ tragen.
Er kann vei keiner feierlichen oder authentiſchen Handlung als Zeuge aufgeſtellt, noch vor Gericht als Zeuge zugelaſſen werden.
Er kann vor Gericht entweder als Beklagter oder als Klaͤ⸗ ger nur unter dem Namen und der Dienſtverrichtung eines vou dem Gerichtshofe, vor welchen der Rechtsſtreit gebracht worden, beſonders ernennten Kurators auftreten⸗
Er iſt unfähig, eine eheliche Verbindung, die eine buͤrger⸗ liche Wirkung hervorbringen koͤnnte, einzugehn.
Die vorher von ihm eingegangene Heuratb iſt, was die buͤrgerlichen Wirkungen betrift, aufgeloßt.
Sein Gemahl und Erben koͤnnen iede fuͤr ihren Theil die


