Druckschrift 
Das bürgerliche Gesetzbuch der Franzosen : Nach der sterotypischen Ausgabe von Firmin Didot / Ganz neu übersetzt von J.P. Ackermann
Entstehung
Seite
27
Einzelbild herunterladen

i

ter le le h⸗

0e

27

133. Die Kinder und Abkömmlinge des Abweſenden in ge⸗ rader Linie koͤnnen ebenfalls in den dreiſig Jahren von der endlichen Beſitzergreifung ſeiner Guͤter gerechnet die Wieder⸗ erſtattung derſelben begehren, ſo wie es in dem vorhergehenden Artikel verordnet worden.

13a. Wenn das Urtheil der Erklaärung der Abweſenheit aus⸗ geſprochen worden, ſo kann jede Perſon, welche Rechte auf den Abweſenden zu beſprechen hat, ſolche nur gegen die⸗ jenigen betreiben welche in den Beſitz der Guͤter geſetzt wor⸗ den, oder die geſetzmaͤßige Verwaltung derſelben uͤbernom⸗

men haben. Zweiter Abſchnitt.

Von den Wirkungen der Abweſenheit in Hinſicht auf in der Folge ſich ergebende(éventuels) Rechte, welche dem Abweſenden zufallen koͤnnen.

135. Wer immer auf ein Recht, welches einer Perſon, de⸗ ren Daſein nicht anerkannt ſein wird, zugefallen iſt, An⸗ ſpruch machen will, muß beweißen, daß dieſe Perſon in dem Zeitpunit, wo dieſes Recht ihr zuſiel, vorhanden war; er wird in ſeinem Begehren ſo lange als unzulaͤßis erklaͤrt wer⸗ den, bis er dieſen Beweiß gelieſert hat.

136. Wenn eine Erbſchaft offen wird, zu welcher eine Per⸗ ſon, deren Daſein nicht anerkannt iſt, berufen wird, ſo ſoll dieſelbe ausſchließlich demenigen zufließen, deren Mittheilha⸗ ber er geweſen ſein wuͤrde; oder denienigen, welche in ſeiner Ermanglung die Erbſchaft wuͤrden bezogen haben.

137. Die Verfuͤgungen der beiden vorſtehenden Artikel ſol⸗ len jedoch ohne Nachtheil der Rechtsklagen wegen Erbſchafts⸗ foderungen und anderer Rechte, welche dem Abweſenden oder ſeinen Stellvertretern oder Rechtstheilhabern(ayant cause) zuſtehen, ſtatt haben, und ſollen nicht eher erloͤſchen, als nach dem Zeitverlauf, welcher fuͤr die Verjaͤhrung anbe⸗ raumt iſt.

133. So lange der Abweſende ſich nicht darſtellt, und ſo⸗ lange keine Rechtsklagen in ſeinem Namen anhaͤngig gemacht werden, ſollen diejenigen, denen die Erbſchaft zu Theil gewor⸗ den, den von ihnen redlich bezogenen Ertrag derſelben gewinnen.

Dritter Abſchnitt. Von den Wirkungen der Abweſenheit in Betreff der Ehe. 139. Der abweſende Ehegatte, deſſen Mitgatte eine neue