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digen laſſen. Jener der beiden Gatten, dem es unmoͤglich waͤre, ſich dieſe Urkunde zu verſchaffen, kann dieſelbe durch eine Offenkundigkeits⸗Urkunde(acte de notoristé) welche der Frie⸗ densrichter ſeines Geburts⸗oder Wohnorts auszufertigen hat, erſetzt werden.
71. Dieſe ffenkundigkeits⸗Urkunde ſoll die Erklaͤrung von ſieben Zeugen maͤnnlichen oder weiblichen Geſchlechtes, Ver⸗ wandten oder Nichtverwandten uͤber die Vornamen, den Na⸗ men, das Gewerb und den Wohnſitz des kuͤnftigen Ehegatten, ſo wie uͤber jene ſeiner Aeltern, wenn ſie bekannt ſind; uͤber den Ort, und, ſoviel es moͤglich iſt, den Zeitpunkt ſeiner Ge⸗ burt, und uͤber die Urſachen, welche das Beibringen der Geburtsurkunde verhindern, enthalten. Die Zeugen muͤſſen die Urkunde der Hffenkundigkeit mit dem Friedensrichter unter⸗ ſchreiben; und wenn einige derſelben nicht ſchreiben koͤnnen, ſo ſoll Meldung davon geſchehen.
72. Die Urkunde der Offenkundigkeit muß dem Gerichtshofe erſter Inſtanz des Ortes, wo die Heurath ſoll feierlich he⸗ gangen werden, vorgelegt werden. Der Gerichtshof gibt oder verweigert nach Anhörung des Regierungskommiſſuͤrs ſeine gerichtliche Beſtaͤttigung(homologation), je nachdem er die Erklaͤrungen der Zeugen und die urſachen, welche die Beibrin⸗ gung der Geburtsurkunde verhindern, zureichend oder unzu⸗ reichend findet.
73. Die beglaubte urkunde der Einwilligung der Ael⸗ tern oder Großaͤltern, und in deren Ermanglung jene der Familie muß die Vornamen, Namen, Gewerbe und Wohn⸗ ſize der kuͤnftigen Gatten und aller derjenigen, welche zur Errichtung derſelben beigetragen haben, und auch den Grad ihrer Verwandſchaft angeben.
74. Die Heurath ſoll in der Gemeinde, wo einer der beiden Gatten ſeinen Wohnſitz hat, gefeiert werden. Man erlangt dieſen Wohnſitz in Betreff der Heurath, wenn man ſechs Monathe ununterbrochen in einer und der naͤmlichen Ge⸗ meinde wohnt.
75. Wenn nach den Zeitfriſten der Verkuͤndigungen der Tag von den Partheien beſtimmt worden, ſo ſoll der Beamte des burgerlichen Standes auf dem Gemeindenhauſe in Gegenwart von vier Zeugen, die entweder Verwandten oder Nichtver⸗ wandten ſind, den Partheien die oben gedachten ſchriftlichen
Aufſaͤtze, welche auf ihren Stand und die Formalitaͤten Bezug


