Druckschrift 
Das bürgerliche Gesetzbuch der Franzosen : Nach der sterotypischen Ausgabe von Firmin Didot / Ganz neu übersetzt von J.P. Ackermann
Entstehung
Seite
14
Einzelbild herunterladen

14 0

64. Ein Auszus der Verkuͤndigunsurkunde ſoll während der achttaͤgigen Zwiſchenzeit von der erſten zur zweitern Ver⸗ kuͤndigung an der Thuͤr des Gemeindenbauſes angeſchlagen ſein. Die Heurath darf vor dem dritten Tag von der zweitern Verkundigung an gerechnet, jenen der Verkuͤndigung nicht mit inbegriffen, nicht abgeſchloſſen werden.

65. Wenn die Heurath in Zeitfriſt eines Jahres, von dem Ablauf der Verkuͤndigungstermine zu rechnen, nicht abge⸗ ſchloſſen worden, ſo kann dieſelbe nicht eher ſtatt haben, biß neuere Verkuͤndigungen in oben vorgeſchriebenen Formen ſtatt gehabt haben.

66. Die Urkunden der Widerſetzung gegen eine Henrath muͤſ⸗ ſen auf der Urſchrift und Abſchrift durch die ſich widerſetzenden Partheien oder ihre beſondern und beglaubten Bevollmaͤchtig⸗ ten unterſchrieben werden. Sie ſollen mit der Abſchriſt der Vollmacht der Perſon ſelbſt, oder in dem Wohnorte(domi- cile) der Partheien, und dem Beamten des buͤrgerlichen Standes, der ſeine Beſcheinigung(visa) auf die Urſchrift ſetzen ſoll, gerichtlich eingehaͤndigt Gignikes) werden.

c. Der Beamte des buͤrgerlichen Standes ſoll auf dem Verkuͤndigungsregiſter ohnverzuglich von den gedachten Ein⸗ wendungen ſummariſche Meldung tbun. Er ſoll auch auf dem Rande der Einſchreibung gedachter Einwendungen von den Urtheilen oder von den Akten der Aufhebung(aetes de main levée) wovon er Ausfertigung eingehaͤndigt erhalten, Erwaͤhnung thun

63. Im Falle einer gemachten Einwendung ſoll der Beamte des buͤrgerlichen Standes die Heurath nicht ehender feierlich begehen duͤrfen, biß man ihm die Aufhebung der Einwendung eingehaͤndigt hat, und dieſes unter Strafe einer Geldbuße von dreihundert Franken und Entrichtung aller Schadlos⸗ haltungen.

69. Wenn ſich keine Einwendungen hervorgethan, ſo ſoll davon in der Heurathsurkunde Meldung geſchehen; und wenn die Verkuͤndigungen in mehreren Gemeinden ſtatt hatten, ſo ſollen die Partheien ein von dem Beamten des buͤrgerlichen Standes aus jeder Gemeinde ausgefertigtes Zeugniß beibrin⸗

gen, durch welches bewahrt wird, daß keine Einwendung

ſtatt hat. 70. Der Beamte des buͤrgerlichen Standes muß ſich die

Geburtsurkunde eines jeden der kuͤnftigen Ehegatten einhaͤn⸗