Teil eines Werkes 
2. Band (1809) aus der Ursprache übersetzt von den Professoren Glabach und Stickel ; revidirt und mit einer Vorrede nebst erläuternden Zusätzen begleitet von Harscher von Almendingen
Entstehung
Seite
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3.

Von dem Genuls und Verlust

Fndlich wenn man den Ausländer in Frankreich

aufnimt, wie kann man denn denjenigen zurückwei- sen, der zwar in einem fremden Lande gebohren wor⸗ den, der aher von einem Vater herstammt, welcher die Figenschaft eines Franzosen verlohren hat? Kann man ihn mit mehr Härte behandlen, als den auf fran- zösischem Grund und Boden gebohrnen Ausländer? Nein, gew ils nicht, denn französisches Blut Hieſst noch in seinen Adern; die Unbeständigkeit oder die schlechte Auftührung seines Vaters hat keinesweges die Quelle desselben vertrochnet; die Erinnerung einer ganzen Famlie ist nicht durch das augenblick- liche Versehen eines Vaters ausgelöscht worden; dem Sohn muls daher verstattet werden, dieses Verschen wieder gut zu machen, und vielleicht hat die bittere Beue des Vaters dem Sphn den Werth der verlohrnen Eigenschaft nur noch fühlbarer gemacht, und diese Figenschaft wird ihm desto schätzbarer seyn, da er schon im voraus weils, mit wie vicler BReue der Ver- lust derselben verknüpft ist(1).

Auk welche Art man den Text mit dem Geist des

Artickels in Uebereinstimm ung

gebracht hat.

AMein die Verordnung konnte nicht in der Form, worin sie vorgeschlagen war, angenommen werden. Die Abfassung begrift auf eine unbestimmte Art die Kinder derjenigen Franzosen in sich, welche ihrem Vaterlande entsagt hätten, und in dieser grolsen All- gemeinheit hätte sie über die Gränzen, welche man dem Artickel geben wollte, einige Zweifel übrig las- sen können. Menn die Emigranten gehören zu de-

(1) H. Treilhard Entwickelung der Beweggrinde. ProtoboM Ver

TOm 12.

ntose Jahr 11. Theil 2. Seit« 2. und%½5.