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Codex Napoleon / uebersetzt nach der neuen officiellen Ausgabe von einer Gesellschaft Rechtsgelehrter, und durch Noten erläutert von L. Spielmann, Kaiserlichen Procurator bey dem Civil-Gerichte in Straßburg, und außerordentlichem Professor an der Rechts-Schule daselbst
Entstehung
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10 1. Buch. 1. Titel. 2. Kapitel.

zu einer andern, die den Civil⸗Tod mit ſich bringt, verurtheilt wird, ſo findet dieſer nur von dem Tage an ſtatt, wo das zweyte Urtheil vollzogen wird.

30. Wenn der Contumar, der ſich erſt nach Verlauf der fünf Jahre geſtellt hat, oder in Verhaft genommen worden iſt, durch das neue Urtheil losgeſprochen oder zu einer Strafe ver⸗ urtheilt wird, die den Civrl-Tod nicht mit ſich bringt, ſo tritt er für die Zukunft und von dem Tage an, wo er wieder vor Gericht erſchienen iſt, in den vollen Genuß ſeiner Civil⸗Rechte ein; aber in Anſehung des Vergangenen behält das erſte Urtheil die Wirkungen, die der Civil⸗Tod zwiſchen dem Ausgang der fünf Jahre und dem Tage ſeiner Wiedererſcheinung vor Gericht her vorgebracht hat⸗

31. Stirbt der Contumar in der Gnadenfriſt von fünf Jahren, ohne ſich geſtellt zu haben, oder ohne ergriffen oder verhaftet worden zu ſeyn, ſo wird er als im völligen Befitz ſeiner Rechte verſtorben angeſehen. Das Contumacial Urtheil iſt von rechtswegen vernichtet, unbeſchadet je⸗ doch der Civil-Klage, welche nur auf dem Civil⸗ Wege gegen die Erben des Verurtheilten ange⸗ ſtellt werden kann⸗

32 In keinem Falle ſetzt die Verjährung der Strafe den Verurtheilten in ſeine Civil-Rechte für die Zukunft wieder ein.

33. Die von dem Verurtheilten während ſei⸗ nem Civil⸗Tod erworhenen Güter, in deren