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31. Wenn ein in contumaciam Perurtheilter in der GnadenFriſt von fuͤnf Jahren ſtirbt, ohne ſich ge⸗ ſtellt zu haben, oder ohne ergriffen oder verhaftet worden zu ſeyn, ſo wird er, als im voͤlligen Beſitz ſeiner Rechte verſtorben, angeſehen. Das Kon⸗ tumaziallrtheil iſt von Rechtswegen vernichtet, ohnbeſchadet jedoch der Civil Klage, die blos auf dem Civil Wege gegen die Erben des Verurtheilten ange⸗ ſtellt werden kann.
52. In keinem Falle kann die Verjährung der Strafe den Verurtheilten in ſeine CivilRechte für die Zukunft wieder einſetzen.
535. Das von dem Vernrtheilten, ſeitbem er dem buͤrgerlichen Tode verfallen iſt, erworbene Vermögen, und in deſſen Beſitz er ſich am Tage ſeines natuͤrlichen Todes befinden wird, gehört der Nacion, dem Heimfalls⸗ Rechte Jerbloſer Guͤter)(droit de deshéreuce) gemaͤß.
Doch kann die Regierung zu Gunſten der Wittwe, der Kinder oder Verwandten des Verurtheilten jede Verfůgung daruͤber treffen, welche die Menſchlichkeie ihr eingeben wird.
Zweiter Titel. Von den Akien des Civilſtandes.
WDekretirt am(ao Ventoſe 11,) 11 März 1303 verküudigt am(30) 21 deſſelben Monats.)
Erſtes Kapitel. Allgemeine Verfuͤgungen.
34. Die Akte des Civilſtandes muſſen das Jahr, den Tag und die Stunde, in welchen ſie aufgenom⸗ men werden, die Vor ⸗ und Zunamen, das Alter, die Proſeſſion und den Wohnort aller deren, die da⸗ rin benannt werden, angeben.
55. Die Beamze des Civilſtandes durfen in di⸗


