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Kodex Napoleon / übersetzt und kommentirt von F. Lassaulx, ordentl. Professor an der hohen Schule der Rechte in Koblenz
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er beſaß. Seine Erbſchaft iſt zum Vortheil ſeiner Er⸗ ben eroͤfnet, welchen ſeine Guͤter auf dieſelbe Art zu⸗ gefallen ſind, als wenn er natuͤrlichen Todes und ohne Teſtament geſtorben wäre.

Er kann fortan weder eine Erbſchaft beziéhen, noch das Vermoͤgen, das er in der Folge erwerben mag, auf dieſe Art uͤbertragen.

Er kann uͤber ſein Vermlgen weder ganz noch zum Theil, weder durch Schenkungen zwiſchen Lebenden, noch durch Teſtament verfuͤgen, noch unter dieſem Titel irgend etwas, wenn es nicht zu ſeinem Lebens⸗ Unterhalt iſt, empfangen.

Er kann weder zum Vormunde ernannt werden, noch zu den auf die Vormundſchaft Bezug habenden Operationen mitwirken.

Er kann in keinem ſeierlichen oder authentiſchen Akt Zeuge ſeyn, noch vor Gericht zum Zeugniß geben zugelaſſen werden. n

Er kann vor Gericht weder als Beklagter noch als Kläger anderſt als unter dem Namen eines Spezial⸗ Kurators und durch dieſen, der ihm von dem Tribu⸗ nal, vor welches die Klage gebracht wird, ernannt wird, auftreten.

Er iſt unfähig eine Ehe zu ſchlieſſen, die irgend eine Civil Wirkung hervorbraͤchte.

Die Ehe, die er vorher kontrahirt hatte, iſt in al⸗ len ihren Civil Wirkungen auſgeloßt.

Seine Freunde und ſeine Erben konnen gegenſeitig die Rechte und Anſpruͤche geltend machen, welche durch ſeinen natuͤrlichen Tod eroͤfnet worden wären.

26. Die kontradiktoriſche Verurtheiungen ziehen den bürgerlichen Tod erſt von dem Tage der Epeku⸗ tion, es ſey nun der wirklichen oder der in eftigie,

an, nach ſih.